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Ausmusterung von AKWs in Japan - Frühjahr und Sommer 2016

Veröffentlicht von Textinitiative am 04.07.2016
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„Offiziell möchte Japans Regierung wieder zurück zur Atomenergie, auch wenn sich seit Jahren eine Mehrheit der Bevölkerung dagegen ausspricht. Die AKW sollen mittelfristig mindestens 20 Prozent der Stromproduktion des Landes abdecken, so das Ziel. Doch vieles läuft für die Regierung nicht wie gewünscht. Die Ausmusterung alter Reaktoren kommt zurzeit schneller voran als das Wiederhochfahren der noch betriebsfähigen, zurzeit aber abgeschalteten Reaktoren.“ Jan Knüsel (Asienspiegel, Mai 2016)

Endgültig stillgelegt wird Reaktor Nummer 1 im AKW Ikata in der Präfektur Ehime. Der Entscheid, so teilt der Asienspiegel mit, basiere auf Kostenüberlegungen, denn der 1977 erbaute Reaktor war zu alt, um ihn den gesteigerten Sicherheitsanforderungen anzupassen. Die Ausmusterung wird vermutlich 30 Jahre dauern und 40 Milliarden Yen (320 Mio Euro) kosten. Bei Ikata 1 handelt es sich um den 6. Stillgelegten Reaktor in Japan, betriebsfähig bleiben noch 42 Meiler. Strom produzieren aktuell zwei Reaktoren im AKW Sendai bei Kagoshima. Die zunächst wieder hochgefahrenen Reaktoren 3 und 4 im AKW Takahama mussten abgeschaltet werden, nachdem ein Gericht die neu erstellten Notfall- und Evakuierungsmassnahmen als ungenügend erachtete.

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Zuletzt geändert am: 04.07.2016 um 11:41

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