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„Ganbare Nippon“ – neuer Nationalismus in Japan

Veröffentlicht von Textinitiative am 11.02.2014
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Ein bewährtes politisches Mittel: Um von Problemen im eigenen Land abzulenken, wird der Patriotismus befördert. Premierminister Abe Shinzô setzt auf diese Strategie und rechte Gruppierungen zeigen sich wieder selbstbewusster, unter ihnen die im Jahr 2010 gegründete Vereinigung Ganbare Nippon! Zenkoku Kōdō Iinkai 頑張れ日本!全国行動委員会. Zu den Gründern zählen der Filmemacher Mizushima Satoru und der ehemalige Chef der Luftverteidigungsstreitkräfte Tamogami Toshio 田母神俊雄 (*1948). Nach den Ereignissen von Fukushima konnten patriotische Parolen mit größerem Nachdruck formuliert werden. Die aktuellen Entwicklungen in Japan entsprechen einem globalen Trend zum Nationalismus. Wenn Tamogami in Akihabara / Ueno im Rahmen seiner Bewerbung für das Bürgermeisteramt von Tokyo (Dezember 2013) vor einem starken selbstbewussten Japan mit wunderbarer Tradition spricht, das von Tokyo ausgehend die Olympischen Spiele 2020 mit Erfolg ausrichten werde, jubeln ihm viele junge Japaner zu. Eine Fürsprecherin ist auch die Sängerin Saya, sie nennt Tamogami anzen jinbutsu (einen Menschen der Sicherheit, im Gegensatz zu kiken jinbutsu = gefährlicher Mensch), einen korrekten, sehr höflichen Mann, der beim Essen seine Stäbchen mit höchster Eleganz handhabe und dem es sicher möglich sei, Japan eine glänzende Zukunft zu bereiten.

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Zuletzt geändert am: 13.02.2014 um 16:41

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