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Diagnoseergebnisse nach Schilddrüsen-Untersuchungen bei Kindern in Fukushima

Veröffentlicht von Textinitiative am 11.06.2013
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Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

vielleicht wissen Sie schon darüber Bescheid, dass es jetzt 12 Kinder und Jugendliche als schilddrüsenkrebserkrankt diagnostiziert wurden. Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, bei denen Verdacht besteht, Schilddrüsenkrebs zu haben, ist nun 15. Das hat das Untersuchungskomitee für die Gesundheit der Einwohner von der Präfektur Fukushima bekanntgegeben - siehe dazu meine Übersetzungen entsprechender Nachrichten (PDF).

Nun ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass diese ganze Entwicklung nicht mit dem Reaktorunfall zu tun hätte.

Es handelt sich nur noch um Ergebnisse bei der ersten Untersuchung bei 174 000 Kindern und Jugendlichen. Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die zu der Zeit vom Reaktorunfall unter 18 Jahren waren, beträgt 360 000.

Es gibt auch Kinder, die nach Okinawa geflüchtet sind, und bei denen gab es auch schon Operation an Schilddrüsenkrebs. Allerdings wird die Zahl von Schilddrüsenkrebserkrankten nicht mitgezählt, wenn sie aus Fukushima geflüchtet sind. Daher müsste die Zahl von Schilddrüsenkrebserkrankten noch höher liegen.

Aussagen von KinderärztInnen zufolge soll die Anzahl von Leukämie auch gestiegen sein. Im Anhang habe ich diesbezüglich Zeitungsartikel in japanischer und deutscher Sprache angehängt.

Darüber hinaus klebe ich zu meiner letzten Nachricht drei deutsche Links zu der Gerichtsverhandlung über die Schulkinderevakuierung in der Stadt Kooriyama (der Präfektur Fukushima), welche mit einer ungerechten Ablehnung endete. Diese Links hat eine Kollegin von mir gefunden und mir zukommen lassen. Ich danke ihr für ihr Engagement!

http://www.rp-online.de/panorama/ausland/kinder-muessen-in-verstrahlter-region-bleiben-1.3355265

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Kinder-muessen-in-verstrahlter-Stadt-bleiben-18684333

http://www.ad-hoc-news.de/ein-japanisches-gericht-hat-eine-klage-von-eltern--/de/News/26949957

Ich würde mich freuen, dass möglichst viele Menschen auf der Welt von dieser Tatsache erfahren und wäre für Ihre Kooperation sehr dankbar.

 

Viele liebe Grüße,

Shinobu Katsuragi

  

Folgende Links zur Homepage von Ian Thomas Ash, der in der nach der Frankfurter Filmvorführung stattgefundenen Diskussion dazu aufrief, den Film durch verschiedene Aktivitäten möglichst "wieder nach Japan zurückzubringen", d.h. dafür zu wirken, dass er auch dort gezeigt werden kann.

http://www.documentingian.com/

http://www.a2documentary.com/

http://www.nipponconnection.com/news-detail/items/presitraeger-des-13-nippon-connection-filmfestivals.html

 

Steffi Richter

 

Zuletzt geändert am: 20.10.2014 um 11:46

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