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Einschätzungen von „Fukushima“ März 2016

Veröffentlicht von Textinitiative am 05.03.2016
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„Auch wegen ungewöhnlich massiver Bürgerproteste hat ein Richter der zuständigen Präfektur Fukui die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks in Ooi verweigert – und das, obwohl die japanische Atomaufsichtsbehörde grünes Licht gegeben hatte. Die Blöcke 3 und 4 in Ooi waren als letzte nach dem Unglück von Fukushima noch bis 2013 am Netz. Für die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Takahama hatte derselbe Richter zunächst einer Unterlassungsklage der örtlichen Bevölkerung stattgegeben. Fukui ist die Präfektur mit der höchsten Anzahl an Kernkraftwerken in Japan. Der Richter Hideaki Higuchi, bis dahin wenig bekannt, schuf damit einen juristischen Präzedenzfall in Japan und galt plötzlich als Hoffnungsträger der Anti-Atom-Bewegung. Kraftwerksbetreiber Kansai Electric warf Higuchi mangelnden technischen Sachverstand vor und kritisierte seine Entscheidungen als "völlig inakzeptabel". Higuchi entgegnete, es gäbe "keine rationale Basis, zu sagen, ein Erdbeben jenseits der Sicherheitsstandards werde nicht eintreten." Dies wäre eine optimistische Sicht der Dinge. Higuchi wurde während des Verfahrens an das Familiengericht Nagoya versetzt, von wo aus er das Verfahren allerdings zu Ende führte. Ein späteres Urteil wies die Unterlassungsklage zurück. Block 3 in Takahama hat bereits den Betrieb aufgenommen, Block 4 läuft gerade wieder an (Spektrum).“

Link: http://www.spektrum.de/news/fuenf-jahre-nach-der-atomkatatrophe-von-fukushima/1401477

Zuletzt geändert am: 05.03.2016 um 13:25

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