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Kodama Tatsuhikos Kommentar vor der Gesundheitskommission des jap. Unterhauses

Veröffentlicht von Textinitiative am 01.08.2011
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Kodama Tatsuhiko 児玉龍彦 (*1953) ist Arzt, Forscher und Leiter des Zentrums für Radionukleidforschung an der Universität Tôkyô. Am 27. Juli 2011 nahm er als Gutachter vor der Kommission für Gesundheit und Arbeit des jap. Unterhauses zur Strahlenbelastung im Zusammenhang mit dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima Stellung.


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In seiner vielbeachteten Einlassung betonte er die Gefahren, die durch das freigesetzte radioaktive Material für die unmittelbare Umgebung und für weitere Regionen in Japan bestünden, Gefahren, auf die seiner Meinung nach die japanische Regierung bei weitem nicht angemessen reagiere. Wütend wirft der mutige Forscher den japanischen Parlamentariern, die die Angelegenheit auf bewährte Art auszusitzen versuchen, unverantwortliche Tatenlosigkeit vor. Die Fakten, die er aufzählt, sind mehr als beunruhigend: “So, using our knowledge base at the Radioisotope Center, we calculated. Based on the thermal output, it is 29.6 times the amount released by the nuclear bomb dropped on Hiroshima. In uranium equivalent, it is 20 Hiroshima bombs.” Und: “In other words, we should recognize from the start that just like Chernobyl, Fukushima I Nuke Plant has released radioactive materials equivalent in the amount to tens of nuclear bombs, and the resulting contamination is far worse than the contamination by a nuclear bomb.” Kodama fordert ein konsequenteres Angehen des Problems: Schwangere und Kinder, auf die sich die Radioaktivität mit schwerwiegenden Folgen auswirke, solle man umgehend evakuieren, die Regierung hätte über die Ausweitung von Evakuierungszonen nachzudenken und die Umwelt müsse in Zusammenführung aller verfügbarer Technik sorgfältig dekontaminiert werden, ebenso wie man insgesamt wesentlich engagierter einschlägige Messungen und die entsprechende Aufklärung der Bevölkerung zu betreiben habe. Am Ende seiner Ausführungen, stellt er eine Liste mit vier wesentlichen Forderungen bzw. Handlungsanweisungen zusammen, um dann sehr deutlich zu werden: „We don’t have the luxury to spare a single second considering the financial condition of the Japanese government. We must figure out how we really do the decontamination work. What on earth is the Diet doing, when 70.000 people are forced out of their homes and wandering? That’s all. Thank you.“

Zuletzt geändert am: 05.08.2011 um 11:08

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