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Roboter mühen sich im Inneren der Meiler des AKW Fukushima I

Veröffentlicht von Textinitiative am 06.03.2017
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„Der jetzt eingebrachte Roboter sollte mit dem Hochdruckreiniger die sieben Meter lange und 0,6 Meter breite Schiene bis zur Mitte des Sicherheitsbehälters von dem geschmolzenem Material und anderen Hindernissen reinigen. Zu dem Zweck war ein Loch in den Sicherheitsbehälter 2 Meter vom Ausgang gebohrt worden, um ihn dort einzuführen. Allerdings konnte er den Weg in zwei Stunden nur auf einer Strecke von einem Meter säubern, dann waren die Schuttteile zu groß und schließlich erlosch die Kamera wegen der hohen Strahlung. Die Operation musste abgebrochen und der erblindete Roboter wieder herausgeholt werden. Aufgrund der Bilder stellte man dann fest, dass die Strahlung 650 Sievert betragen haben müsste. Das stimme auch damit überein, dass die Kamera eine Dosis von 1000 Sievert die Stunde aushalten kann.

Der Erkundungsroboter Sasori soll nun Ende Februar in den Sicherheitsbehälter eingebracht werden. Tepco erklärt, man werde zuvor anhand der gemachten Aufnahmen feststellen, wie weit Sasori überhaupt wegen der Ablagerungen und der Trümmer vordringen kann, und den besten Weg ausfindig machen. Damit er einen einigermaßen ausreichenden Überblick über das, was sich auf dem Boden des Sicherheitsbehälters, gewinnen kann, müsste er möglichst weit bis zur Mitte fahren. Offenbar reichen die vorhandenen Mittel auch sechs Jahre nach dem Unglück nicht aus, diese wichtige Erkundung jetzt vornehmen zu können. Sie erst würde wichtige Informationen über den möglichen Abbau des radioaktiven Materials liefern.

Tepco betont, dass die Strahlung im Reaktor nicht angestiegen sei, wie manche Medien berichtet hätten. Tatsächlich wurde sie erstmals überhaupt gemessen. Auch außerhalb des Reaktors sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden, versichert Tepco. Man habe die notwendigen Sicherheitsmaßnehmen ergriffen, dass durch die in die Wand des Sicherheitsbehälters gebohrte Öffnung nichts nach außen dringen könne. Im Arbeitsbereich sorge Druckluft dafür, dass Luft nur von außen in den Behälter und nicht von innen nach außen gelangen könne. Überhaupt sei die Strahlenbelastung auf dem AKW-Gelände in den letzten Jahren "stark" gesunken, wodurch die Sicherheit für die Umwelt und die Arbeiter verbessert worden sei, letztere könnten nun ohne Schutzanzüge auf einem "viel größeren Bereich" arbeiten“. (Florian Rötzer, Telepolis, Februar 2017)

Links: https://www.heise.de/tp/features/Fukushima-Noch-hoehere-Strahlung-von-650-Sievert-in-Reaktor-2-3621986.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bei-starker-strahlung-roboter-von-toshiba-soll-in-fukushima-aufraeumen-14907316.html
http://globalnews.ca/news/3286191/robots-to-play-key-role-in-dismantling-nuclear-reactors-at-fukushima/ (Reuters, 3. März 2017)
http://www.independent.co.uk/news/world/robots-fukushima-nuclear-disaster-dying-probe-clean-up-tepco-toshiba-reactor-nuclear-radiation-a7612396.html (Independent, 5. März 2017)
https://phys.org/news/2017-02-scorpion-robot-mission-fukushima-reactor.html

Zuletzt geändert am: 06.03.2017 um 09:39

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