Sie sind hier: Aktuelles

Vor 30 Jahren. Gedenktag Tschernobyl

Veröffentlicht von Textinitiative am 26.04.2016
Aktuelles >>

„Seit vier Jahren bauen Tausende Arbeiter an der Schutzhülle - teils in kurzen Schichten von wenigen Stunden, damit die Strahlenbelastung für jeden einzelnen nicht zu hoch wird, hier in unmittelbarer Nähe der Atomruine. In einem halben Jahr soll die Konstruktion auf Schienen gesetzt und über den Unglücksreaktor geschoben werden. Der Wissenschaftler Sergej Paskewitsch erklärt die schwierigste Arbeit, die danach kommt: "Wenn man den neuen Sarkophag darüber geschoben hat, wird man damit beginnen, die strahlenden Stoffe herauszuholen. Man muss die Stoffe dann noch weiter lagern. Und das Lager dafür muss noch gebaut werden. Das alles ist eine Menge Arbeit. Deshalb wurde die neue Schutzhülle auf eine Zeit von 100 Jahren angelegt." Der Reaktor war nach dem Unglück 1986 in hektischer Arbeit mit Blei und Sand zugeschüttet, dann mit Stahl und Beton abgedeckt worden. Darunter liegen bis heute 180 Tonnen strahlende Kernbrennstoffe. Dieser sogenannte erste Sarkophag wurde marode, deshalb wurde die zweite Schutzhülle gebaut. Unter ihrem Dach soll der Atommüll aus dem Reaktor geholt und dann das Kraftwerksgebäude abgerissen werden - eine Aufgabe für Jahrzehnte“ (Tageschau, 26. April 2016).

Links:

Zuletzt geändert am: 26.04.2016 um 12:12

Zurück
Besucher gesamt: 147.146