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Watanabe Hisako über die psychische Belastung von Kindern aus der Region Fukushima

Veröffentlicht von Textinitiative am 10.03.2017
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“Die größte Herausforderung ist die Angst vor sozialer Unterdrückung sowie die Suche nach den wahren Folgen für die Gesundheit. Die japanische Nation als Ganzes empfindet eine so tiefe Scham in Bezug auf die Katastrophe im AKW, dass sie diese vergessen möchte und so tun möchte, als sei sie vorbei. Aber sie ist überhaupt nicht vorbei. Sechs Jahre danach wissen wir noch immer nicht, was in den Reaktoren passierte. Wir haben nicht ein einziges Werkzeug entwickelt, das der destruktiven Kraft der Strahlung standhält. Und die medizinische Gemeinschaft wird still dazu gezwungen, mit der Regierung in Tokio zu konspirieren, damit diese weiter auf die Atomkraft setzen kann.“

Interview mit der Psychiaterin Watanabe Hisako, Sonja Blascke, Ärzte Zeitung Online, 10.März 2017

Link: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitspolitik_international/article/931249/fukushima-psychische-gesundheit-groesste-baustelle.html

Zuletzt geändert am: 10.03.2017 um 09:08

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