Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"
Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.
| 15 Jahre nach FUKUSHIMA | "Disaster condolence money": Entschädigungsfähige Anerkennung von Todesfällen im Zusammenhang mit 3.11 | 11.03.2026 |
Artikel: "Japan still struggles with disaster-related deaths 15 years later" "The disaster, which devastated wide areas of the Tohoku region, and the subsequent nuclear meltdown at Tokyo Electric Power Company Holdings' Fukushima No. 1 nuclear power plant, forced many residents into long-term evacuation, subjecting them to severe psychological and physical strain. Bureaucratic issues, including how disaster-related deaths are officially certified, have also come to light. Fifteen years have passed since the disaster, but the Japanese government's declared goal of reducing indirect deaths to zero still appears far from being achieved." (Japan Times, 10. März 2026) Link: https://www.japantimes.co.jp/news/2026/03/10/japan/society/311-disaster-deaths/ |
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| "Japan hatte viel Glück" - Atomkraft nach Fukushima? | 11.03.2026 |
"Die globale Atomkraftnutzung ist in Wahrheit seit 20 Jahren rückläufig. Das begann auch nicht mit Fukushima. Die Höchstwerte liegen für die meisten weltweiten Indikatoren Jahrzehnte zurück: Die meisten AKW waren 2002 in Betrieb, der höchste Atomstromanteil im kommerziellen Strommix war bereits 1996 erreicht, die meisten AKW-Betriebsaufnahmen fanden im Vor-Tschernobyl-Jahr 1985 statt, die meisten AKW standen 1979 als „im Bau“ auf der Liste, die meisten Projekte gingen 1976 in Bau. Einzig die installierte Kapazität und die Atomstromproduktion erreichten 2024 einen neuen, hauchdünnen Rekord, aber das ausschließlich aufgrund des chinesischen Ausbauprogramms." (FR, Joachim Wille, 9. März 2026) |
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| FUKUSHIMA: "Rückkehr in eine veränderte Welt" | 11.03.2026 |
"Im Kraftwerk befinden sich mehr als 54.000 Tonnen Kühlwasser, die seit August 2023 nach einer Filterung ins Meer abgeleitet werden. Das radioaktive Isotop Tritium lässt sich jedoch nicht entfernen und man hofft darauf, dass es sich im Meerwasser verdünnt. Bei regelmäßigen Kontrollen habe man keine gefährliche Belastung erkennen können. Die Werte sollen unter den Grenzen liegen, die von der WHO gesetzt worden sind. Dennoch ist das radioaktive Wasser unter anderem der Grund, warum Länder wie China die Einfuhr von Fischen und Lebensmitteln aus Fukushima und benachbarten Regionen beschränken oder verbieten. Abgetragene Erde aus Fukushima liegt heute in einem Beet vor der Residenz der Premierministerin Takaichi in Tokio. Ihr Wunsch ist es, die Atomkraft wieder hochzufahren. Derzeit ist nur ein Drittel der 36 Kernkraftwerke in Japan im Betrieb. Das erste Mal seit der Katastrophe befürwortet eine knappe Mehrheit der Bevölkerung den Erhalt und den Ausbau von Kernkraftwerken." (Fritz Schumann, Berliner Zeitung, 7. März 2026) |
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| TV Dokumentation „Fukushima – Im Schatten der Katastrophe“ am Mittwoch, 11. März 2026 | 01.03.2026 |
"München, 23.1.2026: 15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima sind die Folgen des Unglücks vom 11. März 2011 noch immer spürbar. In einigen Landstrichen ist die radioaktive Belastung weiterhin erhöht, in manchen Orten bleiben Wohn- und Lebensbedingungen eingeschränkt, und viele ehemalige Bewohner sind bislang nicht dauerhaft in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Dokumentation „Fukushima – Im Schatten der Katastrophe“ beleuchtet die langfristigen Folgen eines der schwersten Atomunfälle der Geschichte und erzählt, wie die japanische Regierung Jahre nach der Kernschmelze ein äußerst schwieriges Vorhaben verfolgt: die Dekontaminierung und Wiederbesiedlung ganzer Städte und Dörfer, die durch radioaktive Strahlung verseucht wurden. Dabei befasst sich die 48-minütige Produktion, die der HISTORY Channel am Mittwoch, 11. März, dem Jahrestag der Katastrophe, um 21:55 Uhr in deutscher Erstausstrahlung zeigt, auch mit den politischen und technischen Herausforderungen, die mit der Bewältigung der Katastrophe und dem Wiederaufbau der Region verbunden sind." |
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| Atomic Echoes: Untold Stories from World War II - Dokumentarfilm | 26.02.2026 |
"As the world marks the 80th anniversary of the atomic bombings of Hiroshima and Nagasaki, much of the American public remains unaware of the psychological and physical toll left on both sides of the war. The “hibakusha”—the estimated 650,000 Japanese survivors of the bombings—continue to suffer lifelong health complications from both physical injuries and radiation exposure, along with deep psychological trauma from the immense loss and devastation they endured. The “atomic veterans”—the estimated 150,000 American soldiers who responded in the immediate aftermath of the bombings—are plagued by radiation-related illnesses and PTSD from witnessing the horrific aftermath. The scars of nuclear warfare run deep for both Japanese civilians and American troops, and their descendants, who seek answers and understanding amidst the silence, confusion, and shame. But time is running out. As the remaining survivors reach 100 years of age, this may be our last chance to hear their voices and preserve their stories for future generations. Karin Tanabe and Victoria Kelly, two friends whose families were on opposite sides of the war, embark on an emotional journey to uncover their family legacies. Karin’s great-great-uncle was from Hiroshima and dedicated his life to peace-building after the bomb, while Victoria’s grandfather, an American veteran who served in Nagasaki, was haunted by his experiences and suffered from post-traumatic stress disorder and alcoholism until his death." Link: https://atomicechoesfilm.com/trailer (blue chalk) |
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