Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"
Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.
| Fukushima, Rosatom und Nukem: Kooperation, Wertschöpfung und Unterhaltung | 28.12.2015 |
Inhalt des Film „Atom-Iwan“: „Da macht die Provinzschönheit und Nuklearwissenschaftlerin Tanja Schluss mit Iwan, einem verträumten Techniker, der mit Pokemon-Aufkleber auf dem Schutzhelm durch das Kraftwerksgebäude stolpert. Da ist der Mike-Krüger-Verschnitt Arkadij, der mit der trotteligen AKW-Belegschaft ein Theaterstück zum Kraftwerksjubiläum einübt, die Proben aber vor allem nutzt, um Tanja schöne Augen zu machen. Tanja räkelt sich am Kühlwasserteich in der Sonne. Doch Tanja ist schwanger. Vom kindischen Iwan“. „Ein Jahr nach der Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima soll der von Russlands Atomkonzern Rosatom bezahlte Blockbuster demonstrieren, dass es sich auch im Umfeld eines Kernkraftwerks vortrefflich leben, leiden und lieben lässt“ (Spiegel 2012). “A new sphere of cooperation with Japan is emerging for us. We want to help our Japanese colleagues in liquidating the Fukushima meltdown consequences,” said the deputy head of Rosatom Kirill Komarov. The cooperation could involve Russia shutting down other nuclear power plants Japan won’t use in the future. “We are glad to offer Rosatom services, including our German subsidiary Nukem Technologies,” Komarov said adding that negotiations are in progress. “Nukem has already returned to a greenfield site Kahl and Philippsburg nuclear power stations in Germany,” he said (RT Question More November 2015). Die Hintergründe zu „Fukushima“ jenseits der versandenden größeren Medienaufmerksamkeit bieten zahlreiche Themen für die Kulturwissenschaft – in verschiedensten interessanten Forschungskonstellationen, sei es auf dem Gebiet der „nuklearen Kulturen“, der Technikgeschichte, des politisch-ökonomisch basierten interkulturellen Austausches, der Umwelt- und Wirtschaftsgeschichte oder der Atompropaganda auf diversen Feldern. Links:
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| Neun Millionen Säcke | 14.12.2015 |
Umweltministerium und die Präfekturverwaltung Fukushima gaben die Zahl von neun Millionen Säcken Abfall bekannt: „Die jeweils einen Kubikmeter fassenden Säcke finden sich auf behelfsmäßigen Lagerstätten in der gesamten Präfektur, etwa auf Sportanlagen, Spielplätzen und Hinterhöfen. In der evakuierten Ortschaft Tomioka überragen die in mehreren Lagen aufgestapelten schwarzen Objekte sogar die Bagger, mit denen die Säcke transportiert wurden. Standardmäßig werden die Dekontaminationsabfälle, meist kontaminiertes Erdreich, in vier Schichten gestapelt und eine fünfte Erdschicht soll dann die Strahlung eindämmen. Zum Schutz vor Regenwasser werden die Säcke mit Plastikplanen abgedeckt. Über die aktuellen Zahlen informierte die Mainichi Shimbun“ (Spreadnews). Links:
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| Post-Fukushima-Lyrik zum Nachdenken: "Bahnhof" von Wago Ryoichi | 07.12.2015 |
Bahnhof (駅) Am Bahnhof starre ich jemand Unbekannten an Gehe ich am Bahnhof an einem Unbekannten vorbei Ein jeder von uns hat in seinem Herzen Jedes unserer Herzen 27. November Am Niemandsbahnhof von Namie ________________________________________ Aus: BERET, Madlen (2014): „Worte ohne Schutzanzug“: Wagô Ryôichi. Japanische Lyrik nach „Fukushima“. Berlin: EB-Verlag Weiterlesen |
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| Das Energiethema nach Fukushima Herbst 2015 | 15.11.2015 |
Beinahe fünf Jahre nach der Dreifachkatastrophe von Fukushima hat sich in Sachen der sowohl in Japan wie auch in Deutschland geforderten Energiewende einiges bewegt, Grund für eine Bestandsaufnahme und eine Diskussion der Lage. Links:
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| Krebsfälle in Fukushima | 10.11.2015 |
„Eine neue japanische Studie legt nahe, dass Kinder, die in der Nähe des verunglückten Fukushima-Reaktors leben, wesentlich häufiger an Schilddrüsenkrebs erkranken als andere (um den Faktor 20 bis 50). Sie widerspricht damit der Position der japanischen Regierung, die der Ansicht ist, dass die höhere Erkrankungszahl auf einer strengeren Überwachung beruhe, die vorsorglich vorgenommen wird.“ „Seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 steht Schilddrüsenkrebs bei Kindern im Verdacht, mit Strahlung in Zusammenhang zu stehen. Wenn er behandelt wird, ist er selten tödlich, so dass Früherkennung sehr wichtig ist. Dennoch sind betroffene Patienten für den Rest ihres Lebens auf Medikamente angewiesen. Ein Gebiet, im Umkreis von etwa 20 Kilometern vom Kernkraftwerk entfernt, wurde zur Sperrzone erklärt. Die Grenzen werden nach laufenden Reinigungsarbeiten (z.B. Entfernung von radioaktiven Trümmerteilen und Abtragen von Erde) ständig neu bestimmt, um so viele Menschen wie möglich wieder dorthin zu bringen. Die Stilllegung der Anlage wird voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern“ (Kinder und Jugendärzte im Netz, 6. November 2015). |
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