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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.

Aktuelles

Neustart von weltgrößtem Reaktor in Fukushima läuft

"Tokyo Electric Power Co (TEPCO) said on Wednesday it was “proceeding with preparations” to resume operations at the Kashiwazaki-Kariwa plant in Niigata prefecture, with a restart planned for 7pm local time (10:00 GMT). The move, however, continues to face scrutiny amid lingering safety concerns."

(HICGI NEWS AGENCY, 21. Januar 2026)

Links: https://hicginewsagency.com/2026/01/21/japan-to-restart-worlds-largest-nuclear-plant-after-15-years/
'https://www.bbc.com/news/articles/cq6v0v32rg1o
'https://www.youtube.com/watch?v=pqB3ZMFHuGY
 (Japanese Civil Groups Oppose Restart of Kashiwazaki-Kariwa Nuclear Power Plant, CCTV Video Agency, 11. Januar 2026) = Civil groups in Niigata Prefecture, Japan gathered on January 11 to protest against restarting the Kashiwazaki-Kariwa nuclear power plant, voicing strong concerns over safety risks and a lack of trust in the plant's operator, Tokyo Electric Power Company.


Januar 2026: Fukushimas Gouverneur Uchibori Masao auf Besuch in NRW

"Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Donnerstag, 15. Januar 2026, den Gouverneur der japanischen Präfektur Fukushima Masao Uchibori in der Staatskanzlei in Düsseldorf empfangen. Der Minister für Internationales und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski hat ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen. Anlass war die am Nachmittag stattfindende Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit in den Bereichen Medizintechnik, Erneuerbare Energien und Wasserstoff mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Fukushima wurde 2014 vereinbart und ist seitdem mehrmals verlängert worden." (15. Januar 2026 / Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen)

Link: https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerpraesident-empfaengt-gouverneur


ARTE Reportage: Giftwasser aus Fukushima (November 2025)

"Einen Tag lang war im Juli dieses Jahrs Tsunami-Alarm in Japan – das reichte, um das Trauma des 11. März 2011 wieder aufleben zu lassen, die Angst vor einem neuen GAU im Kraftwerk Fukushima Daichi. 2011 ließ ein Tsunami drei Reaktoren im Kraftwerk Fukushima explodieren. Nach Tschernobyl war dies der zweitgrößte nukleare Unfall.

"In Fukushima lagern bis heute noch Hunderte Tonnen radioaktiver Trümmer von 2011. Wie sieht diese Region fünfzehn Jahre später aus? Ist es heute möglich, dort zu leben und unter welchen Bedingungen? Cécile Asunama Brice, Soziologin und Forscherin am CNRS in Japan, nahm unser Team mit auf die Straße 114, die wegen der Verstrahlung lange Zeit gesperrt war. An dieser Straße liegen verlassene Dörfer, tausende Säcke mit kontaminierter Erde lagern dort, sie führt vorbei an Wäldern, deren Böden noch für Jahrhunderte Radionuklide wie Cäsium 137 enthalten werden. Sie trafen dort Menschen, die seit dem GAU gegen die Desinformation durch die Regierung kämpfen. Die Reise endet am Pazifischen Ozean in der Nähe des Kraftwerks Fukushima Daichi. Dort leeren sie die alten Tanks mit dem radioaktiv verstrahlten Kühlwasser der Reaktoren in den Ozean, gegen den Widerstand von Fischern und Nachbarländern. Über 880 Tonnen radioaktiver Trümmer liegen noch immer in den beschädigten Reaktoren. Sie sind ein reales Risiko für die Region, denn der Rückbau des Kraftwerks kann über 40 Jahre dauern."

26 Min., verfügbar bis zum 18/06/2028

Sendung vom 05/11/2025

Link: https://www.arte.tv/de/videos/123322-000-A/japan-giftwasser-aus-fukushima/


Artikel zu Kunst nach Fukushima in der FAZ (Januar 2026)

Leider hinter der Bezahlschranke gibt es es einen Artikel von Steffen Gnam zum Thema "Kunst nach Fukushima : Scheint ein zu moderner Betrieb zu sein".

Zitat: "Die Leute haben Schutzkleidung an: Theresa Deichert führt in einem Düsseldorfer Vortrag vor Augen, wie japanische Künstler nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima die Wiederaufnahme des Raubbaus konterkarierten."
(FAZ 5. Januar 2026)

Link: https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/theresa

https://kultur-digitalstadt.de/personen/theresa-deichert/ (Profil T. Deichert) =
"Theresa Deichert ist Kunsthistorikerin und promoviert am Heidelberg Center for Transcultural Studies der Universität Heidelberg. Ihre Forschung konzentriert sich auf zeitgenössische japanische Kunst im Zusammenhang mit den ökologischen Auswirkungen der Fukushima-Atomkatastrophe."


Regisseur und Photograph Motohashi Seiichi 本橋成一 stirbt mit 85

"TOKYO (Kyodo) -- Japanese photographer and film director Seiichi Motohashi, known for documenting villagers living in the aftermath of the 1986 Chernobyl nuclear disaster, has died of old age, his family said Monday. He was 85.(...)

The documentary film "Nadya's Village", which featured people living in regions contaminated by radiation following the Chernobyl disaster, was released in 1997. His 2002 film "Alexei and the Spring" also focused on villagers living in the same conditions." (Mainichi Japan, 5. Januar 2026)

Links: https://mainichi.jp/english/articles/20260105/p2g/00m/0et/026000c
https://en.wikipedia.org/wiki/Seiichi_Motohashi


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