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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.

Aktuelles

Die "Smart"-Atombombe

"Die technische Entwicklung der thermonuklearen Atombombe B61-12 begann bereits 2012 als Teil eines Programms der sogenannten Lebensdauerverlängerung der US-Atomwaffen. Nach erfolgreichen Tests und einigen Verzögerungen startete die Serienproduktion der B61-12 im Mai 2022. Insgesamt sollen 400 Bomben für geschätzte Kosten von 7,6 Mrd. US-Dollar umgerüstet werden. 100 davon werden voraussichtlich ab 2023-2024 in Europa stationiert. Sie gelten dann als modernste Nuklearwaffen im Arsenal der US-Army." (atomwaffen A-Z, 15. Januar 2023)

Links: https://www.atomwaffena-z.info/heute/blog/b61-12-die-neue-smart-atombombe-der-usa-3084

https://de.wikipedia.org/wiki/Präzisionsgelenkte_Munition

https://defence-network.com/f-35-nuklearwaffen-integration-abgeschlossen/


UN News: "Hiroshima fosters hope, 81 years on from nuclear catastrophe"

"Eighty-one years ago on Thursday, the United States dropped an atomic bomb on Hiroshima, reducing the city to ruins, killing tens of thousands of people and bringing the world “face to face with the catastrophic power of nuclear war”."

"It was an act that must never be repeated, said the UN chief for disarmament affairs, at a memorial ceremony in the Japanese city."

“Hiroshima stands as an inspiring example of resilience, renewal and hope,” said Izumi Nakamitsu, speaking on behalf of UN Secretary-General Antonio Guterres." (UN News, 5 August 2026).

Link: https://news.un.org/en/story/2026/08/1168087

 
© Unsplash/Alessandro Stech The Peace Park in Hiroshima


Rückblick zum Thema "Die Welt ohne Atomwaffen"

"Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Von einer Welt ohne Atomwaffen ist die Menschheit 45 Jahre nach dem Inkrafttreten des Atomwaffensperrvertrags weit entfernt. Die offiziellen Nuklearwaffenstaaten haben zwar seit 1990 ihre Arsenale verringert, sind aber von einer vollständigen nuklearen Abrüstung (Global Zero) weit entfernt. Nach Schätzungen des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI gab es Anfang 2014 weltweit ca. 16.350 Atomwaffen. Ungefähr 4.150 davon sind einsatzbereit, 1.800 in kürzester Zeit. Mehr als 90 Prozent der globalen Arsenale sind im Besitz der USA und Russland." (Bundeszentrale für politische Bildung, 3. März 2015)

Link: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/202278/eine-welt-ohne-atomwaffen/ (2015)


© bpb


Mahnendes Erinnern an Hiroshima und Nagasaki: Kundgebung von Friedensaktivisten 2026

„Hiroshima und Nagasaki mahnen!“ am 6. August 2026, 19.30–21.30 Uhr am Marienplatz München

"Ein Atomkrieg würde das Ende unserer Zivilisation und eine Katastrophe für die Ökosysteme des Planeten bedeuten. Schon ein regional begrenzter Atomkrieg hätte so weitreichende Konsequenzen für das Klima und unsere Landwirtschaft, dass das Leben und die Gesundheit von Milliarden von Menschen bedroht wären. Nach SIPRI befinden sich im Besitz der neun Atomwaffenstaaten über 13.000 Atomwaffen. Derzeit gibt es fünf offizielle Atomwaffenstaaten: USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China. Hinzu kommen die sog. inoffiziellen Atomwaffenstaaten: Israel, Indien, Pakistan, Nordkorea.

Einzurechnen sind auch die sog. Teilhabestaaten, auf deren Territorien A-Waffen gelagert, ihr Einsatz geübt und die dort gelagerten Waffen modernisiert werden. In Europa: Türkei, Italien, Belgien, Niederlande und Deutschland. Die USA haben als einzige Atommacht im Rahmen der sog. Nuklearen Teilhabe Atomwaffen außerhalb ihres Territoriums stationiert. Die USA verfügen zusammen mit Russland über 90 % der Atomwaffen weltweit."  (Münchner Friedensbündnis, August 2026)

Links: https://www.friedenskooperative.de/sites/default/files/datei/hiroshima-gedenken-2026-in-muenchen-7598.pdf

https://www.friedenskooperative.de/termine/hiroshima-gedenken-2026-in-muenchen

https://www.friedenskooperative.de/termine

https://friedensdienst.de/lokale-friedensarbeit/friedenslandkarte/muenchner-friedensbuendnis


©www.friedenskooperative.de


Rückblick "Radioactive Governance": The Politics of Revitalization in Post-Fukushima Japan | Maxime Polleri

"Radioactive Governance offers an ethnographic look at how the disaster was handled by Japan. Unlike prior nuclear-related narratives, such as those surrounding Chernobyl or Hiroshima, which focused on themes of harm, trauma, and victimization, the Japanese government consistently put forward a discourse of minimal or no radiation-related dangers, a gradual bringing home of former evacuees, a restarting of nuclear power plants, and the promotion of a resilient mindset in the face of adversity. This narrative worked to counter other understandings of recovery, such as those of worried citizens unsuccessfully fighting for permanent evacuation because they were afraid to go back to their homes. Providing a rich theorization of how both governments and citizens shape narratives about catastrophic events, Radioactive Governance not only displays how Fukushima became a story of hope and resilience rather than of victimization, but also how radioactive governance shifted from the nuclear secrecy that characterized the Cold War era to relying on international organizations and domestic citizens to co-manage the aftermath of disasters." (Vortragsankündigung, Stanford University, 31. März 2026)

Links: https://fsi.stanford.edu/events/radioactive-governance-politics-revitalization-post-fukushima-japan-maxime-polleri

https://thebulletin.org/biography/maxime-polleri/

https://nyupress.org/9781479836833/radioactive-governance/


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