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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.

Aktuelles

Zurück zur Atomkraft

Die Presse (Austria): 15 Jahre nach Fukushima macht Japan den Salto zurück zur Atomkraft

"Doch nicht nur in Japan, auch im Rest der Welt steigt das Interesse der Regierungen und Unternehmen an Kernenergie merklich an. Die Internationale Energieagentur (IEA) vermeldete eben erst, dass 2025 so viel Atomstrom produziert wurde wie nie zuvor. Mehr als 40 Staaten wollten ihre Atomprogramme demnach ausbauen oder wieder einsteigen. Allen voran China, Russland und Indien. Die Tatsache, dass kein AKW ohne staatliche Subventionen läuft, könnte zugunsten von strategischen Überlegungen in Kauf genommen werden, heißt es. Auch in Deutschland sehnen manche angesichts der hohen Energiepreise die alten Meiler zurück. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nahm im Vorjahr demonstrativ an einem Treffen der Nuklear-Allianz, einer Gruppe kernkraftfreundlicher EU-Staaten, teil. Und in den USA hoffen Technologiekonzerne auf kleine modulare Kernkraftwerke (SMR), um ihre Rechenzentren betreiben zu können. Doch der Weg vom Wunsch bis zum fertigen Atomkraftwerk ist weit und teuer. In den meisten Atomländern gibt es keine Neubauprojekte. Die wenigen, die es über die Ziellinie schaffen, bestechen durch überlange Bauzeiten und massive Kostenüberschreitungen." (10. Februar 2026 / Artikel Matthias Auer, 18. Januar 2026)

Link: https://www.worldnuclearreport.org/15-Jahre-nach-Fukushima-macht-Japan-den-Salto-zuruck-zur-Atomkraft


Medieninformation des Bundesamtes für Strahlenschutz

"Am 26. April 2026 jährt sich der Reaktorunfall von Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) zum 40. Mal. Der Unfall ist bis heute das schwerste Unglück in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Auch das zweitschwerste Reaktorunglück der Geschichte, die Havarie des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, jährt sich in Kürze. Dieser Unfall in Japan wurde vor 15 Jahren, am 11. März 2011, von einem verheerenden Tsunami ausgelöst. Als demokratischer Staat hat Deutschland aus den Unglücken der Vergangenheit gelernt und ist heute deutlich besser vorbereitet als in der Vergangenheit.

Nuklearer Notfallschutz wird nicht dadurch obsolet, dass in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr am Netz sind. Kernkraftwerke in den Nachbarländern, neue technische Entwicklungen wie etwa Small Modular Reactors (SMRs) sowie die veränderte geopolitische Weltlage u.a. infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erfordern auch hierzulande weiterhin hohe Expertise, um in Notfällen handlungsfähig zu sein. Bürger und Bürgerinnen erwarten transparente Informationen und sollten grundlegende Maßnahmen zum Selbstschutz kennen." (BfS Februar 2026)

Link: https://www.bfs.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfS/DE/2026/0205-tschornobyl.html


Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa partiell in Betrieb

"Ryusuke Yoshida ist stinksauer. "Die Wiederaufnahme des Betriebs unter Missachtung der Meinung der Anwohner ist einfach unverschämt, es macht mich wütend", kritisiert er. Zwei Kilometer an der Küste entlang sind es von seinem Zuhause hier am Japanischen Meer bis hin zum größten Atomkraftwerk der Welt. Und das geht jetzt wieder ans Netz.

Japans Regierungschefin Sanae Takaichi steht zu der Entscheidung: "Die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa ist von großer Bedeutung, um die Anfälligkeit der Stromversorgung in Ost-Japan zu beseitigen, die Strompreise zu drücken und eine dekarbonisierte Stromerzeugung zu gewährleisten.""

(Thorsten Iffland, ARD Tokio, 21.1. 2026)

Links: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/japan-energie-akw-100.html
https://www.srf.ch/news/international/strom-aus-kernkraft-atomenergie-feiert-in-japan-ein-comeback

= "Der Atomunfall von 2011 ist in Japan etwas in Vergessenheit geraten. Autor: Martin Fritz Journalist, lebt seit vielen Jahren in Japan." (20.1. 2026)


Neustart von weltgrößtem Reaktor in Fukushima läuft

"Tokyo Electric Power Co (TEPCO) said on Wednesday it was “proceeding with preparations” to resume operations at the Kashiwazaki-Kariwa plant in Niigata prefecture, with a restart planned for 7pm local time (10:00 GMT). The move, however, continues to face scrutiny amid lingering safety concerns."

(HICGI NEWS AGENCY, 21. Januar 2026)

Links: https://hicginewsagency.com/2026/01/21/japan-to-restart-worlds-largest-nuclear-plant-after-15-years/
'https://www.bbc.com/news/articles/cq6v0v32rg1o
'https://www.youtube.com/watch?v=pqB3ZMFHuGY
 (Japanese Civil Groups Oppose Restart of Kashiwazaki-Kariwa Nuclear Power Plant, CCTV Video Agency, 11. Januar 2026) = Civil groups in Niigata Prefecture, Japan gathered on January 11 to protest against restarting the Kashiwazaki-Kariwa nuclear power plant, voicing strong concerns over safety risks and a lack of trust in the plant's operator, Tokyo Electric Power Company.


Januar 2026: Fukushimas Gouverneur Uchibori Masao auf Besuch in NRW

"Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Donnerstag, 15. Januar 2026, den Gouverneur der japanischen Präfektur Fukushima Masao Uchibori in der Staatskanzlei in Düsseldorf empfangen. Der Minister für Internationales und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski hat ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen. Anlass war die am Nachmittag stattfindende Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit in den Bereichen Medizintechnik, Erneuerbare Energien und Wasserstoff mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Fukushima wurde 2014 vereinbart und ist seitdem mehrmals verlängert worden." (15. Januar 2026 / Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen)

Link: https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerpraesident-empfaengt-gouverneur


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