Sie sind hier: Aktuelles

Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Der Band „‚Sayônara Atomkraft‘ – Proteste in Japan nach ‚Fukushima‘" von Andreas Singler ist nun Mitte März 2018 erschienen! Aktuell wird der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" als zweite Edition des Projekts Nukleare Narrationen redaktioniert. Bedingt durch die Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Symposium „La littérature de l’après 11 mars aujourd’hui“ am INALCO

Am Institut National des Langues et Civilisations Orientales (INALCO) in Paris findet am 21. und 22. Juni 2018 ein zweitägiges Symposium zum Thema Literatur nach 3.11 statt. Organisiert wird die Veranstaltung mit dem Titel „La littérature de l’après 11 mars aujourd’hui“ (Post-Fukushima-Literatur heute) von den Literaturwissenschaftlerinnen Anne Bayard-Sakai (INALCO) und Saeko Kimura (Tsuda University). 

Programm

21. Juni:
9.30-10.00 Uhr: Mitsuyoshi Numano (University of Tokyo)
10.00-10.30 Uhr: Cécile Duquenne (Université d'Aix-Marseille): "La littérature comme lieu des effets contaminants du nucléaire après le 11 mars 2011"
11.15-11.45 Uhr: Kristina Iwata-Weickgenannt (Nagoya University): "The Roads to Disaster, or Rewriting History from the Margins: Yū Miri’s JR Ueno Station Park Exit"
11.45-12.15 Uhr: Hitomi Yoshio (Waseda University)
14.00-14.30 Uhr: Kim Seungyeon (Ritsumeikan University): "現実(バーチャル)という虚構(リアル):多和田葉子『献灯使』論"
14.30-15.00 Uhr: Reiko Abe Auestad (University of Oslo): "Seven Years after the 3.11: Rethinking the human-nonhuman continuum in Tawada Yoko"s Knetōshi (The Emissary 2014)"
15.00-15.30 Uhr: Dan Fujiwara (Université Toulouse): "テキストとしての 3.11 からコンテキストとしての 3.11 へ-多和田葉子の場合"
15.30 Uhr-16.00 Uhr: Bernard Banoun (Sorbonne Université): Commentator
16.15 Uhr-16.45 Uhr: Doug Slaymaker (University of Kentucky)
16.45 Uhr-17.15 Uhr: Saeko Kimura (Tsuda University): "木村友祐作品における東北の声"
18.15 Uhr-19.00 Uhr: Yūsuke Kimura 木村友祐

22. Juni:
9.30-10.00 Uhr: Yoshizumi Higuchi (Kanto Gakuin University): "飴屋法水『ブルーシート』における語りと新しい当事者性"
10.00-10.30 Uhr: Justine Wiesinger (Yale University): "Body, Doubled Pregnancy in Post-3.11 Performance and Literature"
10.30-11.00 Uhr: Barbara Geilhorn (German Institute fo Japanese Studies): "3.11 in a Global Perspective: Setoyama Misaki’s Recontexualization of a German Post-Chernobyl Novel for the Japanese Stage"
11.15-11.45 Uhr: Rachel DiNitto (University of Oregon): "Caught up in the Slow Violence of Radiation: Minority Voices in 3.11 Fiction"
11.45-12.15 Uhr: Anne Bayard-Sakai (Inalco): "Le 11 mars, objet littéraire "anecdotique"?"
14.00-14.30 Uhr: Daniel O'Neill (UC Berkeley): "Curating the Creaturely: Extending the Temporalities of 3.11"
14.30-15.00 Uhr: Fumiko Sugie (Université Paris-Diderot): "Mirai Mirai (Future future) de Furukawa Hideo: Ou comment explorer le future à travers un passé autre?"
15.00-15.30 Uhr: Lisette Gebhardt (Goethe University Frankfurt): "Criticism of 3.11 authors or the critical mind in the 21st century: The case of Bungakusha no Kaku, Fukushima-ron (2013)"
15.45-16.15 Uhr: Faye Yuan Kleeman (University of Colorado): "Reality, Artificiality, and Non-fiction: Reimaging Concepts of Home, Community, and the Land in Japan after 3.11"
16.15-16.45 Uhr: Takako Arai (Saitama University): "震災と東北弁の可能性"
16.45-17.15 Uhr: Mitsuyoshi Numano

Link zum Aufruftext des Symposiums: https://carnetsjapon.hypotheses.org/7132


Studentisches Symposium der Japanologie Trier zum Thema "Fukushima"

Am Samstag den 28. April findet ein studentisches Symposium der Japanologie Trier statt zum Thema "Sieben Jahre nach Fukushima: Perspektiven nach der Dreifachkatastrophe in fiktionalen und nichtfiktionalen Texten". Insgesamt wird das Symposium aus fünf Vorträgen bestehen. Es sprechen:

11.00 Uhr: Jan-Patrick Proost (Trier): "'Atomkraft ist gut für Japan!' Ganz normale Werbung oder Propaganda? Die neue Strategie der Werbung für Nuklearenergie in japanischen Medien am Beispiel regionaler Zeitungswerbung"
11.50 Uhr: Larissa Freundt (Trier): "Die Gesellschaftskritik im Kinofilm nach Fukushima: Odayaka na nichijô (dt. Friedliches Leben)"
13.30 Uhr: Jan Lukas Kuhn (Trier): "Ein Ende des Status quo? Alieninvasion als Parabel auf die Lebenswirklichkeit nach 'Fukushima' in Asano Inios Manga Dead Dead DemonsDeDeDeDeDestruction"
14.20 Uhr: Martina Blaeser (Düsseldorf): "Über die Dreifachkatastrophe Fukushima in der japanischen Populärkultur - Künstlerische Ansätze und Ausdrucksformen am Fallbeispiel Daisy aus Fukushima"
15.10 Uhr: Cornelia Schmiedel (Trier): "Auf dem Grat zwischen Verharmlosung und Hysterie - Aufklärung über die Folgen der Dreifachkatastrophe in Taguchi Randys Zôn nite (dt. In der Zone)"

Link zum Programm des Symposiums: https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb2/FSR/jap/Symposium_-_Programm_mit_Abstracts.pdf 


Promotionsstellen "Nuclear Energy History" in Stockholm

Die Abteilung "History of Science, Technology and Environment" an der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm vergibt aktuell im Rahmen eines Forschungsprojekts zwei Promotionsstellen zur Geschichte der Atomenergie aus nationaler und internationaler Sicht. Eine der Stellen soll dabei einen Schwerpunkt auf die Atomenergie im Rheintal haben, die andere auf den Bereich der Wasserkühlung. Das Projekt wird vom European Research Council (ERC) gefördert. Aus der Stellenausschreibung:

"Its focus is on controversies over nuclear energy in relation water. Water supplies for cooling nuclear reactors are at the very heart of nuclear (un)safety and the project here merges perspectives from the history of science and technology with environmental history and water history. We are now looking for two PhD students to participate in this project. One of the PhD students will be expected to study historical controversies over nuclear cooling arrangements in international perspective and the focus is here mainly on English-language documentary sources. The other PhD student will be expected to study the development in a specific geographical region: the highly nuclearized Rhine Valley. The focus here will be on the debate about nuclear cooling arrangements, nuclear flooding risks and wet radioactive pollution. A large part of the source material in this PhD project will be in German language and ideally also in other languages that are spoken in the Rhine Valley". 

Link: https://www.kth.se/en/om/work-at-kth/lediga-jobb/what:job/jobID:202195/where:4/


Tagungsbericht "NucTechPol"

"NucTechPol" (Nuclear Technopolitics in the Soviet Union and Beyond) ist ein 2017 gegründeter Forschungsverbund zur sowjetischen und internationalen Nukleargeschichte der Universitäten Tübingen, Heidelberg und Bern. Zwischem dem 22. und dem 23. März fand am Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde in Tübingen die erste Konferenz des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts statt. Einblicke in die Konferenz bietet ein online verfügbarer Tagungsbericht von Timm Schönefelder für www.hsozkult.de.

Link: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7659


Sieben Jahre nach „Fukushima“: Debatten um Grenzwerte, Entschädigungen und Rückkehr der Einwohner

Die Region Fukushima wird von Experten für weitgehend sicher erklärt. Messungen von Umwelt und Lebensmittel brächten meist gute Ergebnisse – doch die Beurteilung der Lage hängt von den Kriterien ab, die den Erhebungen zugrunde liegen.

„Doch just in der vergangenen Woche hat sich hier etwas Entscheidendes getan: In der Menschenrechtskommission der UN hat Deutschland durchgesetzt, dass Japan den weltweit üblichen Grenzwert von einem Millisievert akzeptiert. Jan Vande Putte, Atomspezialist von Greenpeace, spricht von einem wichtigen Fortschritt: "Das hat eine große Bedeutung für Leute, die zur Rückkehr in hoch verstrahlte Gegenden gezwungen werden und sich großen Gefahren aussetzen, die aber ohne Entschädigung gar keine Alternative haben." Wenn Japan jetzt wirklich seinen Grenzwert auf ein Millisievert heruntersetze, wie es Deutschland und übrigens auch Greenpeace wollten, dann müsse Japan auch seine Politik ändern und die Rechte der Bewohner wahren, indem sie ihnen die Wahl ließen, ob sie zurückkehren wollen oder nicht.“ (ARD Tokio, 10.3.2018)

Links: https://www.tagesschau.de/ausland/fukushima-193.html

http://www.zeit.de/thema/fukushima

https://www.n-tv.de/panorama/Fukushima-soll-mehr-Touristen-anziehen-article20318527.html


Besucher gesamt: 182.275