Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"
Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.
| Zeitgeschichte in Bildern: Fukushima Kikujirô 福島菊次郎 (15. März 1921-24.September 2015) | 08.10.2015 | |
„Hiroshima, die blutigen Studentenproteste, die Diskriminierung von Minderheiten, der Kampf der Bauern gegen Naritas Flughafen, die Sicherheitsallianz mit den USA, der Skandal um die Quecksilbervergiftung in Minamata oder die AKW-Katastrophe von Fukushima: Der Fotojournalist Kikujiro Fukushima hat jedes Kapitel der japanischen Nachkriegsgeschichte hautnah miterlebt“. Jan Knüsel (Asienspiegel).
Werke:
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| Naoto Kan stellt sein Buch zu Fukushima vor | 21.09.2015 | |
___________________________________ „Ich wohne seit ein paar Jahren in Tokyo, und als ich 2013 in Deutschland zum Sommerurlaub war, stellte ich fest, dass viele meiner Freunde und meine Familie immer noch sehr besorgt über die Lage in Fukushima waren. Ich hatte mich seit längerem nicht mehr mit dem Thema auseinander gesetzt und war erschrocken über mich selbst, dass ich diese Gedanken so weit ins Abseits drängen konnte. Das will ich nun ändern: Die Tokyo Shimbun ist die Informationsquelle der Wahl. Mittlerweile hat sie sich aus den Presseklubs gelöst und recherchiert unabhängig, auch unabhängig von den Zuwendungen der Energiekonzerne, die viele andere Medien durch Werbeverträge unterstützen (unterstützten). Die Tokyo Shimbun ist wohl die einzige Zeitung, die sich in letzter Zeit über einen Neuzulauf von Lesern freuen darf. Das kommt bestimmt auch gerade deshalb, weil sie täglich über die Atomruine berichtet.“ Blog AKW Fukushima News von Luise Kahlow |
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| Jeden Tag vor dem Parlament in Tokyo: Große Demonstrationen gegen die Sicherheitsgesetze – „Kriegsgesetze“ und die Regierung Abe im August und September | 16.09.2015 | |
Am 30. August ist vielleicht eine der größten Demonstrationen in Japan seit 55 Jahren abgehalten worden (ca. 120. 000 Teilnehmer), auch getragen von Gruppen, die sich bereits gegen den Weitergebrauch von Atomkraft einsetzten. Den Sicherheitsgesetzen liegt bekanntlich eine durch die Abe-Regierung gegenüber der stark pazifistischen Verfassung Japans vorgenommene Neuinterpretation zugrunde, die den Gebrauch des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung ermöglicht, wodurch Japan sich nicht nur gegen direkte Angriffe wehren darf, sondern im Extremfall auch andere Länder (vor allem die USA) mit verteidigen darf. Die Gesetzesvorlagen werden voraussichtlich schon heute oder morgen im diesbezüglichen Ausschuss und anschließend im Oberhaus verabschiedet werden, um endgültig zustande zu kommen. Die Opposition und die Bevölkerung versuchen derzeit mit aller Kraft, dies zu verhindern. Hier einige Informationen über die Proteste Ende August:
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| Rückkehr nach Naraha als Pilotprojekt der Wiederbesiedlung verstrahlter Zonen | 08.09.2015 | |
"Viereinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima hat die japanische Regierung am Samstag erstmals die Evakuierungsanordnung für einen der Orte aufgehoben. Damit könnten rund 7400 Menschen, die nach dem Gau am 11. März 2011 fliehen mussten, in die Stadt Naraha nahe der Atomruine zurückkehren". "Der eigentliche Wiederaufbau unserer Stadt beginnt jetzt", sagte der Bürgermeister Yukiei Matsumoto in einer Fernsehansprache. "Lasst uns zusammenarbeiten für die Schaffung eines neuen Naraha." Allerdings wollten zurzeit nur wenige heimkehren, berichteten japanische Medien. Es werden nur etwa zehn Prozent der Einwohner von Naraha zurückerwartet. Viele junge Menschen haben an anderen, weit entfernten Orten neue Jobs gefunden. Die Zukunft Narahas ist somit ungewiss" (Spiegel Online). Links:
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| Japanische Studenten und Professoren aus den Geisteswissenschaften unterstützen Verfassung und Demokratie | 04.09.2015 | |
Unter anderen Mitgliedern der Universität spricht Komori Yôichi (*1953) der bekannte Literaturwissenschaftler und Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Tokyo über die Politik Abes und die Grundlagen der pazifistischen Verfassung Japans, den Druck aus Amerika und den geplanten Einsatz der Jieitai. Links:
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