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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Aktuell wird der Band „‚Sayônara Atomkraft‘ – Proteste in Japan nach ‚Fukushima‘. Reportagen, Interviews, Übersetzungen 2012 bis 2017“ von Andreas Singler ediert. Die Recherche zur japanischen Protestkultur wird nun im Februar 2018 kurz vor der neuen Jährung von 3.11 erscheinen. Bedingt durch die Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Belastetes Wasser am AKW Fukushima wird zum Entsorgungsproblem

„Es ist nun abzusehen, dass keine neuen Tanks mehr im Gelände aufgestellt werden können und eine Lösung für das Problem gefunden werden muss. Schon lange wird darauf gedrungen, Bedenken beiseitezustellen (Betreiber will mit Tritium belastetes Wasser ins Meer ablassen). Die japanische Atombehörde NRA erinnerte nun daran, dass in diesem Jahr eine Entscheidung gefällt werden muss.  NRA-Chef Toyoshi Fuketa erklärte dem Bürgermeister des benachbarten Ortes Naraha, der 2011 evakuiert werden musste, es gebe ein Problem, wenn nicht bald eine Entscheidung getroffen werde, da es zwei oder drei weitere Jahre brauche, um sich auf das Einleiten ins Meer vorzubereiten. Er sprach sich für das Einleiten des Wassers ins Meer aus, von dem keine Gefahr für die Menschen ausgehe. Es sei die einzige Lösung. Auch auf die Umwelt oder auch Fische werde sich das nicht auswirken. Das sei wissenschaftlich klar.“ (Quelle: Telepolis, 12. Januar 2018)

Links: https://www.heise.de/tp/features/Fukushima-Mehr-als-eine-Billion-Tonnen-mit-Tritium-belastetes-Wasser-soll-ins-Meer-abgeleitet-werden-3939632.html

https://www.japantimes.co.jp/news/2018/01/11/national/regulator-urges-tepco-release-treated-radioactive-water-damaged-fukushima-no-1-nuclear-plant-sea/#.WlhszTQiFUY

https://www.voanews.com/a/japan-fukushim-tritium-contaminated-water-into-pacific/3995414.html

http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-nra-draengt-auf-verklappung-von-tritium-abwaessern/1154063/

https://en.wikipedia.org/wiki/Fukushima_disaster_cleanup


Radioaktiver Müll in Europa und die Folgen für Umwelt und Gesundheit

„Klar ist den italienischen Antimafiabehörden, dass toxische und radioaktive Stoffe aus den europäischen Industriezentren stammen. Und klar ist auch, dass die Interessen einer verdeckten Koalition aus kalabrischen Mafiaclans, Geheimlogen, Geheimdienstlern, Politikern und Industriellen bis heute vielfältig und mächtig sind. Die Staatsanwaltschaft geht von einer neuen, einer "unsichtbaren Mafia" aus: einer kleinen Gruppe von Bossen, die sowohl die Familienclans als auch Politiker kontrollieren und die ganz große Deals einfädeln. In den vergangenen Jahren haben sie deshalb ihre Ermittlungen im Müllbereich intensiviert.“

Müll, Mafia und das große Schweigen

Film von Christian Gramstadt | Das Erste

8. Januar 2018

Link: http://programm.ard.de/TV/Tipps/Tagestipps/?sendung=28106423095605


"Atomkraftwerk Gundremmingen - Block B geht vom Netz"

Zum 31. Dezember 2017 wird im bayerischen Atomkraftwerk Gundremmingen der Block B nach 33 Jahren Betrieb planmäßig vom Netz genommen - ein historisches Ereignis der deutschen Atomkultur bzw. Technikgeschichte, wie auch der SWR berichtet:

"Das Ende des im März 1984 in Betrieb genommen Blocks B in Gundremmingen steht seit Jahren fest. Es war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima 2011 festgelegt worden, wie bei den anderen damals noch aktiven Anlagen auch. Der Block C des Kernkraftwerks darf noch bis Ende 2021 weiterlaufen, obwohl dieser Meiler ebenfalls 1984 nur wenige Monate nach dem benachbarten Reaktor in Betrieb ging. Gundremmingen war bislang der letzte Standort in Deutschland mit noch zwei aktiven Reaktoren" (SWR, 31.12.2017)

Link: https://www.swr.de/swraktuell/bw/ulm/aus-fuer-block-b-in-gundremmingen/-/id=1612/did=20883834/nid=1612/17y4ewq/index.html


"Trinkprobe – Pfirsiche und andere Lebensmittel aus Fukushima für sicher erklärt"

“'Yum.’ That was foreign secretary Boris Johnson’s verdict on a can of peach juice from Fukushima – a gift from his Japanese counterpart, Taro Kono – during their meeting in London this week. The moment, captured by Kono on his smartphone, was intended to prove that food and drink from Fukushima is safe, almost seven years after the triple nuclear meltdown. While some countries have maintained restrictions on food from the region – a major producer of peaches – the EU said this month it would ease import restrictions on agricultural items and seafood that were introduced after the March 2011 disaster.” (The Guardian, 15. Dezember 2017)

Links: https://www.theguardian.com/politics/2017/dec/15/boris-johnson-swigs-can-of-peach-juice-from-fukushima

https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13691769/Politiker-trinkt-radioaktives-Fukushima-Wasser.html (Trinkprobe Sonoda Yasuhiro 園田康博 )

http://derstandard.at/1319181710385/AKW-Unglueck-in-Japan-Abgeordneter-trank-Wasser-aus-Fukushima

http://www.asahi.com/special/10005/TKY201110310428.html

https://www.youtube.com/watch?v=6rPnkWiyBH0


IOC wirbt für Nahrungsmittel aus Fukushima

„International Olympic officials will be fed produce from northern Japan hit by the 2011 tsunami and nuclear disaster, as Tokyo 2020 organisers aim to dispel fears over food from the region. "Restoration of the disaster-hit area is an important pillar of our Games," a spokeswoman for the Tokyo 2020 organising committee told AFP. "By offering food from three disaster-hit prefectures, we hope to sweep away the false reputation of food from the regions and contribute to the restoration," she said. At a dinner during next week's three-day visit by International Olympic Committee, Tokyo organisers are planning to offer fine food from the disaster-hit region and invite governors of the three prefectures to the meal, the official said.”

Link: https://www.channelnewsasia.com/news/asiapacific/tokyo-2020-to-feed-ioc-food-from-disaster-hit-regions-9466514


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