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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Die Seite wird seit April 2011 kontinuierlich mit Inhalten gefüllt.


Publikationen zu Fukushima und weitere Aktivitäten der Textinitiative

Zwei Bände zu Fukushima sind bereits erschienen: „Japan nach Fukushima“ (Juni 2012) und das „Lesebuch Fukushima“ (Juli 2013), beide von L. Gebhardt und S. Richter (Informationen und Rezensionen in deutsch / englisch). Der englische Band „Fukushima-Chernobyl“, der die Beiträge zur Konferenz „Comparing Fukushima and Chernobyl“ (März 2012) enthält, liegt beim Verlag; ein Auszug des Artikels von L. Gebhardt "Japanese Literature After Fukushima – Between Protest and ‘Healing’" findet sich findet sich hier. Die Sammlung der englischen Vorträge des BAJS Panels 11, „Literature and Art after Fukushima“ (BAJS Conference 2012, University of East Anglia) – wurde noch im Januar gedruckt und ist über den Buchhandel zu beziehen; Auszug des Artikels von L. Gebhardt "Post-3/11 Literature: The Localisation of Pain – Internal Negotiations and Global Consciousness" findet sich hier. Die Vorträge der Gesprächsrunde Olympia 2020: Tôkyô und 'Fukushima' – Spiele, Politik, Risiko vom November 2013 werden bis Herbst 2014 bei Iudicium in der Reihe Frankfurt East Asian Studies Series (Band 5) publiziert. Ein Band zur japanischen Populärkultur nach Fukushima, herausgegeben von C. Wagner, befindet sich zudem in Vorbereitung (weitere Informationen hier). Bedingt durch diese Publikationstätigkeiten werden in der kommenden Zeit die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ bekannt gegeben werden.


Aktuelles

‚Rekishi mo kurikaesu‘ – Eine Podiumsdiskussion mit den beiden Regisseuren Inoue Jun’ichi & Matsubayashi Yôju

Philipp Otschonovsky berichtet in seinem Beitrag über die Podiumsdiskussion "The Eigaho Law Today – Censorship And Propaganda In The Japanese Film Industry", die auf der diesjährigen Nippon Connection am 31. Mai 2014 stattfand.

Den Bericht finden Sie hier


Vorläufiges Ende der Manga-Serie „Oishinbo“ nach Fukushima-Kritik

In Japan erschien nach über dreißigjähriger Laufzeit am 19. Mai 2014 die vorläufig letzte Folge der weithin bekannten Manga-Serie „Oishinbo“ (dt. „Der kleine Feinschmecker“). Dem gingen im wöchentlich erscheinenden Manga-Magazin „Big Comic Spirits“ (jp. Biggu komikku supirittsu) zwei Teile voraus, die unter dem Titel „Die Wahrheit über Fukushima“ (Fukushima no shinjitsu) dem Thema „AKW-Unfall“ gewidmet waren. Schon nach dem ersten Teil entspann sich eine heftige und umfangreiche Kontroverse bezüglich der gesundheitlichen Folgen für die Bewohner der Präfektur Fukushima wegen des Super-GAUs im AKW Fukushima Daiichi am 11. März 2011. In welcher Weise trug die weite öffentliche Diskussion, der in dem Manga geäußerten Ansichten, mit zu der Entscheidung des Verlags Shogakukan bei, die Serie bis auf Weiteres ruhen zu lassen? Dieser Frage soll in einem demnächst auf der Website der Textinitiative Fukushima erscheinenden Essay eingehender nachgegangen werden.

Verfasserin: Julia Fröhlich


Bauer Yoshizawa sorgt für Schlagzeilen

Der Bauer Yoshizawa Masami, über den Steffi Richter im "Lesebuch 'Fukushima'" (2013) in ihrem Beitrag "'Fukushima'. Wissen er/fahren: Vor Ort" (S.400-421) schreibt, sorgte vor wenigen Tagen mit einer neuerlichen Aktion in Tokyo für Aufsehen. Hier einige Artikel darüber:

--> Japan Today

--> Channel News Asia


Ganzkörperscanner gegen Strahlenangst

Ein 71-jähriger Arzt denkt - entgegen den Verlautbarungen von offizieller Seite - aufgrund seiner langjährigen Erfahrung, dass die Krebsfälle in Fukushima mittlerweile zunehmen. Er meint: „Im Schnitt erkrankten in Japan auf eine Million Einwohner zwei bis drei an Schilddrüsenkrebs, sagt Sekine: «In Tschernobyl begannen sich die Krebsfälle erst fünf Jahre nach der Katastrophe zu häufen. Hier ist es erst drei Jahre her.» Den Versicherungen der Regierung oder der Uno traut er überhaupt nicht“ (NZZ). Ein anderes Problem stellt die Angst vor den Auswirkungen der radioaktiven Strahlung dar sowie die oft paralysierenden Lebensumstände nach der Dreifachkatastrophe. Um die Ängste seiner Patienten zu mildern, untersucht er sie mit einem Ganzkörperscanner. Meist ist nichts zu entdecken; minimale Verstrahlungen wirken sich langfristig leider dennoch aus. 

Link: http://www.nzz.ch/international/fukushima-macht-krank-im-kopf-1.18326863


Happy Fukushima: Gefühlsmanagement in der Krise

Ob am Bahnhof, an der heißen Quelle, auf dem Feld, im Kindergarten oder im Restaurant – Fukushima tanzt sich glücklich. Eine Werbestrategie, die den Durchhaltewillen der Bevölkerung der Krisenregion Fukushima steigern soll? Ein Ritual gegen die atomare Bedrohung? Nach dem Vorbild von Pharrell Williams tanzen Bürgermeister und Bevölkerung unter der Leitung von Kumasaka Hitomi. Der Clip vermittelt jedoch auch Traurigkeit angesichts der tatsächlichen Zerstörung der Region.

"It remains unclear if Kumasaka was commissioned by the government to craft a viral hit that could generate some positive PR, or if she did it for the sake of her beleaguered region. At the time of writing, Kumasaka was not immediately available for comment.

If anyone needs a cheer-up in Japan, then it is indeed the Fukushima province. Despite three years having passed since the devastating earthquake and tsunami, the crippled nuclear plant is still plagued with controversy and scandals. At the end of May, it emerged that 90 percent of the employees escaped the facility after the quake and the tsunami initially damaged it in contrary to earlier reports." (RT Question more)
 
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