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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Der Band „‚Sayônara Atomkraft‘ – Proteste in Japan nach ‚Fukushima‘" von Andreas Singler ist nun Mitte März 2018 erschienen! Aktuell wird der Band "Kinder im Atomzeitalter. Berichte, Befunde, Bilder" als zweite Edition des Projekts Nukleare Narrationen redaktioniert. Bedingt durch die Publikationstätigkeiten werden die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ oder allgemein zur Zeitgeschichte des Atomaren bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Sieben Jahre nach „Fukushima“: Debatten um Grenzwerte, Entschädigungen und Rückkehr der Einwohner

Die Region Fukushima wird von Experten für weitgehend sicher erklärt. Messungen von Umwelt und Lebensmittel brächten meist gute Ergebnisse – doch die Beurteilung der Lage hängt von den Kriterien ab, die den Erhebungen zugrunde liegen.

„Doch just in der vergangenen Woche hat sich hier etwas Entscheidendes getan: In der Menschenrechtskommission der UN hat Deutschland durchgesetzt, dass Japan den weltweit üblichen Grenzwert von einem Millisievert akzeptiert. Jan Vande Putte, Atomspezialist von Greenpeace, spricht von einem wichtigen Fortschritt: "Das hat eine große Bedeutung für Leute, die zur Rückkehr in hoch verstrahlte Gegenden gezwungen werden und sich großen Gefahren aussetzen, die aber ohne Entschädigung gar keine Alternative haben." Wenn Japan jetzt wirklich seinen Grenzwert auf ein Millisievert heruntersetze, wie es Deutschland und übrigens auch Greenpeace wollten, dann müsse Japan auch seine Politik ändern und die Rechte der Bewohner wahren, indem sie ihnen die Wahl ließen, ob sie zurückkehren wollen oder nicht.“ (ARD Tokio, 10.3.2018)

Links: https://www.tagesschau.de/ausland/fukushima-193.html

http://www.zeit.de/thema/fukushima

https://www.n-tv.de/panorama/Fukushima-soll-mehr-Touristen-anziehen-article20318527.html


Befunde zur Umwelt in Fukushima im März 2018

Der am 14. März 2011 [sic] stattgefundene Atomunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gilt als einer der größten Unglücksfälle in der Historie der Kernenergie. Eine Kernschmelze, die durch einen Ausfall des Kühlsystems verursacht wurde, hatte eine Explosion zur Folge, bei der eine große Menge radioaktiver Nuklide in die Umwelt gelangen konnten. Auch heute, fast sieben Jahre nachdem Unfall, ist die Situation noch nicht vollständig unter Kontrolle und es kommt immer noch unregelmäßig zu Austritten von radioaktiven Material, welches Boden, Grundwasser und das nahe Meer kontaminiert.“

„Sowohl Uran als auch radioaktives Zirkonium haben eine Halbwertszeit von mehreren Milliarden Jahren. Die Forscher erklärten, dass die Speerzone und auch angrenzende Gebiete wesentlich länger als bisher angenommen radioaktiv verseucht sein könnten. Äußerst problematisch ist auch, dass die radioaktiven Mikropartikel aufgrund ihrer Größe eingeatmet werden können, wenn sie beispielsweise durch den Wind in die Luft gelangen.“

Links: https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/umwelt/fukushima-forscher-finden-uran-im-boden-und-wasser-13372529

https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.7b06309

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22478-2018-03-02.html („Langlebig und lungengängig”)

https://www.research.manchester.ac.uk/portal/en/media/physorg-new-evidence-of-nuclear-fuel-releases-found-at-fukushima(79052621-c1d6-4d0e-bfe2-172c0e73d662).html


Videorundgang durch Fukushima Daiichi

Die Betreiberfirma des KKW Fukushima Daiichi TEPCO hat erst vor wenigen Tagen einen virtuellen Rundgang ins Netz gestellt, mit dem man auf verschiedenen Routen abschnittsweise durch das KKW geführt wird. Es erinnert ein wenig Google Streetview, darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies kein Ort ist, an dem man einfach gelangen kann und auch nicht sollte.

http://www.tepco.co.jp/insidefukushimadaiichi/index-j.html


"Rundgang durch Fukushima" – ARD Bericht März 2018

„Vor der Führung durch das Gelände kommt ein Vortrag, in dem es um die Fortschritte beim so genannten "cleanup" geht - beim Aufräumen des geborstenen Atomkraftwerks. Dazu gehört die legendäre "Eiswand".

Seit 2013 war daran gearbeitet worden, eine 1,5 Kilometer lange und 30 Meter tiefe Mauer aus Eis um die vier Reaktoren zu ziehen. Sie soll verhindern, dass das radioaktive Wasser aus den kaputten Meilern ins Meer fließt und dass Grundwasser hineingelangt, welches dann kontaminiert wird. Nun endlich scheint das ungeheuer teure Experiment zu gelingen, sagt Daisuke Hirose, ein PR-Mann des Betreibers Tepco. Dabei zeigen aktuelle Messungen, dass der Erfolg hinter den Erwartungen zurückbleibt - die Mauer kann das Grundwasser nicht gänzlich zurückhalten.“

Link: https://www.tagesschau.de/ausland/fukushima-ruine-101.html


Botschaft von Muto Ruiko zum siebten Jahrestag von 3.11

Zum siebten Jahrestag von 3.11 meldete sich Muto Ruiko, Sprecherin der Klärgergruppe gegen TEPCO und Repräsentantion der Gruppe Frauen von Fukushima, am 11. März 2018 mit einer Botschaft an "alle auf der Welt, deren Gedanken bei Fukushima sind". Diese Botschaft liegt dank der Übersetzung von Annette Hack auch in deutscher Sprache vor:

Link: http://www.textinitiative-fukushima.de/media/Dokumente/Ruiko_Muto_dt.pdf


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