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Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Bedingt durch diese Publikationstätigkeiten werden in der kommenden Zeit die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Hohe Strahlungswerte am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Februar 2017

„Vor fast sechs Jahren verursachte ein Tsunami einen der größten Reaktorunfälle im Atomkraftwerk Fukushima in Japan. Anfang Februar wurden im havarierten Kraftwerk Strahlungen so hoch wie seit der Katastrophe nicht mehr gemessen. SWR Korrespondent Jürgen Hanefeld in Tokyo zum aktuellen Stand“ (swr2).

Link: http://www.swr.de/swr2/wissen/neue-hoechstwerte-im-unglueksreaktor-fukushima/-/id=661224/did=18993856/nid=661224/1438afu/index.html


Suzuki Tomohiko "Inside Fukushima. Eine Reportage aus dem Innern der Katastrophe"

Im Februar 2017 erscheint im Assoziation A Verlag mit Suzuki Tomohikos Inside Fukushima. Eine Reportage aus dem Innern der Katastrophe ein von der Japanologie Leipzig fertiggestelltes Buchprojekt, bei dem die vom investigativen Journalisten Suzuki aufgedeckten Verbindungen zwischen Yakuza, Atomindustrie und japanischen Politikern erstmalig ins Deutsche übersetzt wurden. Verantwortlich für die deutsche Übersetzung sind die JapanologInnen Felix Jawinski (Leipzig), Heike Patzschke (Köln) und Steffi Richter (Leipzig). Mit einem Vorwort des Journalisten und Schriftstellers Günter Wallraff sowie einem Nachwort des Physikers und Bürgerrechtlers Sebastian Pflugbeil. Aus der Verlagsankündigung:

"Er (Suzuki) hat sich nach dem verheerenden Bersten der Atommeiler in Wallraff'scher Manier als Leiharbeiter über die »Putzkolonnen« ins Innere des Desasters geschlichen – bis er aufflog. Ausgestattet mit Minikameras in Armbanduhr, Brille und einem »Tabaketui« filmte er den desaströsen Zustand im Innern der Gebäude, erfuhr von verstörenden Vorkommnissen und war Zeuge kafkaesker Abläufe, verrichtet von weiß gekleideten Gestalten, die ebenso eingespielt wie enigmatisch erschienen und über deren Effizienz sich nur mutmaßen ließ".

Einen einführenden Kommentar von Steffi Richter zum Thema Atomkraft und Yakuza sowie dem Übersetzungsprojekt gibt es hier:

http://www.textinitiative-fukushima.de/media/Dokumente/TIF_Vorstellung.Suzuki.end.16.11.04.pdf

Die Publikationsankündigung des Assoziation A Verlag zum Buch findet sich hier: http://www.assoziation-a.de/buch/196

Bereits im Dezember 2011 wurden auf der Seite der Textinitiative die Enthüllungen Suzukis kommentiert: http://www.textinitiative-fukushima.de/pages/projekte/japanologie-frankfurt/textkommentare/suzuki-tomohiko


Warme Suppe von der Drohne – eine Weltpremiere

„Weltpremiere von Lieferdrohnen-Testflug in Minamisoma

Am gestrigen Donnerstag fand auf dem Strand an der Küstenseite der Stadt Minamisoma eine Weltpremiere der Drohnentechnologie statt, als eine Flugdrohne erstmals autonom eine Strecke von zehn Kilometern flog und dabei eine Lieferung durchführte. An dem Projekt arbeiteten das Industrieministerium (METI), eine Organisation zur Entwicklung neuer Technologien (NEDO) und die Präfektur Fukushima zusammen. Unter Kooperation mit einem Lieferdienst wurde eine Drohne vom Typ „ACSL-PF1“ vom Robotertestgelände Hamadori über zwölf Kilometer zum beliebten Surfgebiet Kitaizumi geschickt. Das Gerät benötigte bei einer Geschwindigkeit von 43 Km/h insgesamt 12 Minuten, um den dort wartenden Personen einen Behälter mit warmer Suppe zu liefern. Der Bürgermeister Katsunobu Sakurai hofft, durch das erfolgreiche Experiment das Interesse von Wissenschaftler und Unternehmen, auf die Entwicklung und Erprobung von Robotertechnologie im Gebiet seiner Stadt lenken zu können. Japan verfügt nur über wenig Testgebiete für Drohnenversuche über Langdistanzen, so dass man hofft, die Anlage in Fukushima könne zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung der Region beitrage“. (Spreadnews, 13. Januar 2017)

Links: 

http://www.spreadnews.de/fukushima-aktuell-positive-dekontaminationsprognosen-fragwuerdig/1151785/

http://www.japantimes.co.jp/news/2017/01/12/national/world-first-drone-delivers-soup-surfers-off-fukushima-prefecture/#.WHx03rn6i20


Lapras bringt Geld nach Fukushima

„Die Lapras lockten allein in der Stadt Ishinomaki ungefähr 100.000 Touristen an, die gaben 2 Milliarden Yen aus, das sind umgerechnet 16,3 Millionen Euro. Die Zahlen stammen von der Miyagi-Präfektur.“  (mein-mmo.de, 22. Dezember 2016)

Lapras: About - Die Menschen sind dafür verantwortlich, dass Lapras fast ausgestorben wäre. Abends singt es traurige Klagelieder, da nur noch wenige seiner Artgenossen übrig sind.

 

Links:
http://mein-mmo.de/pokemon-go-lapras-event-beschert-fukushima-region-16-millionen-euro/
http://mein-mmo.de/pokemon-go-lapras-event-japan/
https://pokefans.net/spiele/pokemon-go/pokemon/lapras
https://pokemon.gameinfo.io/de/pokemon/131-lapras
https://www.nintendolife.com/news/2016/12/pokemon_go_lapras_event_raises_usd
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7_million_in_tourist_revenue_for_tsunami-hit_japanese_region

PS.: Lapras waren auch in Bayern:  Lapras vor Neuschwanstein gesichtet
Vor Neuschwanstein im Allgäu wurde bereits das seltene Pokémon Lapras gesichtet. Aber auch an der technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität, am Regensburger Dom und im Englischen Garten in München wurden schon seltene kleine Monster entdeckt. (Die Polizei mahnte zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr. Damit jeder sicher ans Ziel kommt, hatte die BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH (by.TM) einen fortlaufenden Bayern-Reiseführer für Pokémon GO-Fans aufgesetzt.)


Verkehrslinie nach Nordost-Japan wieder aufgebaut und ein Augenzeugenbericht von Ayase Maru

“The section that is back in business runs from Hamayoshida Station in Watari, Miyagi Prefecture, to Soma Station in Soma, Fukushima Prefecture. The latest work means that all coastal sections traversing hard-hit Miyagi Prefecture are again connected by the lines operated by East Japan Railway Co. However, parts of coastal sections in Iwate and Fukushima prefectures still remain impassable. Those sections will not be back in operation until 2020. The new route involved moving a section covering 14.6 kilometers as much as 1.1 km inland, building three stations and constructing elevated tracks. The total cost came to 40 billion yen ($350 million). When the tsunami struck the coast of the Tohoku region in northeast Japan, Joban Line trains were in operation. While one train was mangled beyond repair and stations were also destroyed, all passengers and train employees managed to flee to safety. The writer Maru Ayase, 30, was a passenger on a train that departed Sendai and was headed for Iwaki, Fukushima Prefecture, on the day of the disaster. The train she was on was delayed and forced to stop at Shinchi Station in Fukushima Prefecture when the magnitude-9.0 Great East Japan Earthquake struck. Ayase recalled that the train car swung violently and she experienced whiplash. The woman sitting next to her grabbed on to her. The unnerving swaying seemed to last for 10 minutes. Ayase and the woman sitting next to her decided to leg it to the next town. Walking along a road about a kilometer from the coast, Ayase saw a huge wave approaching and panicked. Running for her life toward higher ground, Ayase managed to reach safety. Two young police officers who happened to be on the same train guided the 40 or so other passengers to a town government building further inland. (Asahi Shinbun, 10. Dezember 2016). Link: http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201612100046.html

Bei Ayase Maru 彩瀬まる (*1986) handelt es sich um eine junge Schriftstellerin, die über ihre Erlebnisse bereits geschrieben hat – den Text Kurai yoru, hoshi wo kazoete. 3.11 hisai tetsudo kara no dasshutsu (2016, Erstveröffentlichung 2012; Sterne zählen in dunkler Nacht. Wie ich der Zughavarie von 3.11. entkommen bin):

„ひとりで東北を旅行中、私は常磐線の新地駅で被災した。命からがら津波を逃れ、見知らぬ人の家で夜を明かした次の日、原発事故を知らせる防災無線が飛び込んできた――情報も食べ物も東京へ帰るすべもないまま、死を覚悟して福島をさまよった五日間。若き女性作家があの日からの被災地をつぶさに見つめた胸つまるルポルタージュ.“

http://www.shinchosha.co.jp/book/331961/


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