Sie sind hier: Aktuelles

Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Zur Zeit sind Publikationen zum Thema Japan nach „Fukushima“ in Vorbereitung. Bedingt durch diese Publikationstätigkeiten werden in der kommenden Zeit die Entwicklungen in Japan in größeren Abständen kommentiert. Nach wie vor sollen jedoch Hinweise auf japanische / westliche Publikationen und Veranstaltungen zum Thema „Japan nach Fukushima“ bekannt gegeben werden.


Aktuelles

Kan erhält Preis "Courage beim Atomausstieg"

“Der studierte Physiker hat sich durch die bei Weitem noch nicht ausgestandene nukleare Katastrophe vom Atomkraftbefürworter zum vehementen Kernenergiegegner gewandelt und wirbt weltweit für den Verzicht auf Atomkraft. Für dieses Engagement hat er nun am Samstag als erster Träger den von der Stadt Frankfurt in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie den Elektrizitätswerken Schönau initiierten Preis "Courage beim Atomausstieg" verliehen bekommen. Lobend erwähnt Kan in Mainz den kurz nach der Havarie in Fukushima in Berlin unter Kanzlerin Angela Merkel beschlossenen Atomausstieg bis 2022. Im Juli 2011 kündigte er Japans etappenweisen Ausstieg aus der Atomenergie an. Kan hofft auf Deutschland als Verbündeten, um die Botschaft von den sauberen Energiequellen in aller Herren Länder zu tragen. Auch gibt er sich optimistisch, was die Entwicklung in Japan angeht. So seien mittlerweile 60 Prozent der Bevölkerung in Nippon für einen Atomausstieg und trügen den Kurs seines Nachfolgers, den er nicht namentlich erwähnt, nicht mit“ (Ärztezeitung 2.5. 2016).

Link;


Redaktion: Nachricht in eigener Sache

Michael Born MA, der Webmaster der Textinitiative Fukushima, der die Seiten im März 2011 erstellt und lange Zeit mit großem Engagement betreut hat, verlässt die Japanologie Frankfurt im Frühjahr 2016, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Ihm sei auf diesem Weg noch einmal Dank für seinen Einsatz ausgesprochen – ohne seinen Beitrag hätte die Initiative nicht so professionell betrieben werden können.


Vor 30 Jahren. Gedenktag Tschernobyl

„Seit vier Jahren bauen Tausende Arbeiter an der Schutzhülle - teils in kurzen Schichten von wenigen Stunden, damit die Strahlenbelastung für jeden einzelnen nicht zu hoch wird, hier in unmittelbarer Nähe der Atomruine. In einem halben Jahr soll die Konstruktion auf Schienen gesetzt und über den Unglücksreaktor geschoben werden. Der Wissenschaftler Sergej Paskewitsch erklärt die schwierigste Arbeit, die danach kommt: "Wenn man den neuen Sarkophag darüber geschoben hat, wird man damit beginnen, die strahlenden Stoffe herauszuholen. Man muss die Stoffe dann noch weiter lagern. Und das Lager dafür muss noch gebaut werden. Das alles ist eine Menge Arbeit. Deshalb wurde die neue Schutzhülle auf eine Zeit von 100 Jahren angelegt." Der Reaktor war nach dem Unglück 1986 in hektischer Arbeit mit Blei und Sand zugeschüttet, dann mit Stahl und Beton abgedeckt worden. Darunter liegen bis heute 180 Tonnen strahlende Kernbrennstoffe. Dieser sogenannte erste Sarkophag wurde marode, deshalb wurde die zweite Schutzhülle gebaut. Unter ihrem Dach soll der Atommüll aus dem Reaktor geholt und dann das Kraftwerksgebäude abgerissen werden - eine Aufgabe für Jahrzehnte“ (Tageschau, 26. April 2016).

Links:


Regisseur Enrico Stolzenburg erinnert am DNT Weimar mit „Störfall. Nachrichten eines Tages“ an die Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima

„Zwei Katastrophen fallen für die Ich-Erzählerin in Christa Wolfs unmittelbar nach dem Unglück von Tschernobyl entstandenen Erzählung „Störfall. Nachrichten eines Tages“ zusammen: die Explosion im Kernreaktor und eine riskante Gehirnoperation ihres Bruders. Enrico Stolzenburg hat daraus einen Theaterabend entwickelt, der morgen, am 30. Jahrestag des Reaktorunfalls, auf der Studiobühne des DNT Weimar Premiere hat. Mit Blick auf die schweren Havarien in Fukushima im Jahr 2011, auf die der Regisseur ebenfalls Bezug nimmt, ist Christa Wolfs Text heute so aktuell wie vor 30 Jahren“ (TLZ.de, 25.4.2016).

Link: http://www.tlz.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Tschernobyl-und-Fukushima-Stoerfall-Nachrichten-eines-Tages-am-DNT-243626440


Radioaktivität sichtbar machen – Strahlung als Teil der visuellen Kultur

„Man sieht sie nicht, hört sie nicht, man kann sie nicht riechen oder schmecken aber sie ist hochgefährlich: Radiokative Strahlung bedroht nach den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima noch immer Tausende Menschen – wie sehr, das ist umstritten, auch weil sie so schwer greifbar ist. Der Fotograf Greg Mc Nevin hat nun zusammen mit Greenpeace versucht, das zu ändern. Mithilfe einer LED-Stange, die an einen Geigerzähler angeschlossen ist, visualisierte er die Strahlungsintensität auf sehr lange belichteten Fotos in Fukushima und Tschernobyl“ (Zeit Online, 22. April 2016).

Links:


Besucher gesamt: 115.708