Sie sind hier: Aktuelles

Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"

Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.

Aktuelles

IPPNW Tagung Stuttgart am 7. März 2026

Thema der Tagung: 15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl.
Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen

"Diese Tagung widmet sich den bis heute anhaltenden, teils verheerenden Folgen der beiden größten Atomunfälle der Geschichte. Sie wirft einen kritischen Blick auf Gegenwarts- und Zukunftsthemen der Atomenergie. Mit Stimmen und Eindrücken aus den von den Reaktorkatastrophen betroffenen Regionen sowie internationalen Expert*innen und Engagierten.

Die Tagung findet im Bürgerzentrum Stuttgart West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart statt."

Links: https://www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/15-jahre-fukushima-40-jahre-tscher.html
https://www.ag-schacht-konrad.de/news/newsuebersicht/save-the-date-fukushima-kongress-202


Gin aus Fukushima

"Founder Sota Oshima runs the naturadistill Kawauchimura Joryusho distillery in Kawauchi, a village that was temporarily evacuated in the aftermath of one of the world's worst nuclear crises. The 29-year-old was driven to create a brand that would attract visitors back to the region.

"I want to deliver the 'aroma of Fukushima' to the world," said Oshima, who opened the distillery after renovating a pharmacy's unused storage shed in November last year." (The Mainichi,  25. Dezember 2025)

Links: https://mainichi.jp/english/articles/20251224/p2g/00m/0bu/024000c
https://sumikai.com/nachrichten-aus-japan/gin-aus-fukushima-soll-das-image-der-region-neu-praegen-371342/

 


Starkes Erdbeben vor der nordöstlichen Küste Japans Anfang Dezember 2025

"Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,5 hatte sich 80 Kilometer vor der Küste der nördlichen Großstadt Aomori in einer Tiefe von 50 Kilometern ereignet. Zunächst hatte die japanische Wetterbehörde (JMA) die Stärke mit 7,6 angegeben und vor bis zu drei Meter hohen Tsunami-Wellen gewarnt."

"Die höchste beobachtete Flutwelle erreichte die Küste der Präfektur Iwate mit einer Höhe von etwa 70 Zentimetern, bevor die Behörde die Warnung am Dienstagmorgen (Ortszeit) für die ganze Region wieder aufhob. Laut Experten könnte es in den nächsten Tagen aber zu einem noch stärkeren Beben kommen. Die Regierung rief die Bewohner auf, wachsam zu bleiben."  (ZDF heute, 9.12.2025)

--------------
"The Japanese government set up a task force at the crisis management center in the prime minister's office at 11:16 p.m. on Monday in response to the earthquake. Prime Minister Takaichi Sanae entered the prime minister's office shortly after 11:50 p.m. She instructed the government to immediately provide information on any tsunami and evacuation orders to the people in an appropriate manner, take thorough measures to prevent harm, such as evacuating residents, and get a grasp of the extent of damage as soon as possible." (NHK World 2025)

Links: https://www.zdfheute.de/panorama/japan-erdbeben-pazifik-tsunami-warnung-100.html
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-12/japan-tsunami-warnung-evakuierung
https://www3.nhk.or.jp/nhkworld/en/news/20251209_02/
 (Bericht über Hachinohe, Aomori)
https://www.youtube.com/watch?v=wEiT4EaPF94 (Japan Earthquake LIVE: 7.6 Magnitude Earthquake Hits Japan, Tsunami Alerts Issued |Aomori |Hokkaido) (Bildquelle: Firstpost, 8.12. 2025)


Weltgrößtes AKW Neustart? Prüfung im Fall von TEPCOs Kashiwazaki Kariwa in Niigata

"Das AKW ist nicht irgendein Kraftwerk. Mit einer installierten Gesamtleistung von über 8,2 Gigawatt ist es der leistungsstärkste Atomkomplex der Welt. Und sein Betreiber ist niemand Geringerer als die Tokyo Electric Power Company (Tepco) – jener Konzern, dessen Name seit der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 Synonym für das Scheitern der nuklearen Sicherheitskultur geworden ist. Die geplante Wiederinbetriebnahme der Reaktoren 6 und 7 wäre für den Tokioter Stromversorger das erste Mal, dass er seit 2011 wieder Atomstrom produziert. Doch dieser Schritt ist mehr als ein Einschnitt für Tepco, er symbolisiert eine Zeitenwende in Japans Energiepolitik.

Nach der Fukushima-Katastrophe wurden alle 54 Kernreaktoren des Landes stillgelegt. Bis heute sind nur 14 (von anderen Unternehmen) wieder in Betrieb. Sie produzieren rund neun Prozent von Japans Strom. Die Regierung strebt jedoch im neuen Energieplan vom Februar 2025 einen Atomkraft-Anteil von 20 Prozent bis 2040 an, was ohne Kashiwazaki-Kariwa kaum erreichbar scheint."  (...)

"Nach der Zustimmung des Gouverneurs folgt nun die entscheidende Hürde: Die Präfekturversammlung muss im Dezember 2025 zustimmen. Da die regierende Liberaldemokratische Partei die Mehrheit hält, gilt die Genehmigung als Formsache. Anschließend sind finale Inspektionen der NRA erforderlich, die etwa zwei Monate dauern.

Wenn alles nach Plan verläuft, könnte die Inbetriebnahme von Reaktor 6 im März 2026 erfolgen. Reaktor 7 wird später folgen, da die erforderlichen Anti-Terror-Einrichtungen erst 2029 fertiggestellt werden sollen. Es wird jedoch ein Neustart unter dem Mikroskop sein: Jeder kleine Fehler, jedes undichte Ventil, wird medial vergrößert werden. Scheitert Tepco erneut, dürfte die japanische Atom-Renaissance empfindlich gebremst werden."

(Martin Kölling, 5.12. 2025)

------------------
"TEPCO war nach der dreifachen Kernschmelze von 2011 in Fukushima verpflichtet worden, Entschädigungen zu zahlen und den Rückbau der Unglücksreaktoren zu leiten. Nun soll das Unternehmen wieder Strom erzeugen dürfen. Nach dem Beschluss Hanazumis sollen die Reaktoren 6 und 7 in Kashiwazaki-Kariwa, einem der weltweit größten Kernkraftwerke, in Betrieb gehen. Die Zustimmung erfolgte, obwohl eine Umfrage in Niigata ergab, dass etwa 56 Prozent der Befragten die Sicherheitsvoraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Betriebs als unzureichend ansehen." (Sumikai)

Links: https://t3n.de/news/ja-zu-atomkraft-was-der-neustart-des-groessten-akw-der-welt-fuer-japan-bedeutet-1719976/ (Dezember 2025)
https://sumikai.com/nachrichten-aus-japan/zustimmung-zur-wiederinbetriebnahme-von-kashiwazaki(November 2025)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kashiwazaki-Kariwa


Projekt zu den Internationalen Ausstellungen der Hiroshima Panels

The Hiroshima Panels International Exhibition Research Group

In 2022, the Hiroshima Panels International Exhibition Research Group started to investigate into a forgotten history of a significant international tour of the Hiroshima Panels from the 1950s to the 1970s. We study the international touring exhibition, showing how the paintings were received among 20 countries during the Cold War period. We are interested in art and politics in the Cold War, nuclear culture and transnational/transcultural memory.

This project is supported by the Maruki Gallery for the Hiroshima Panels and Hisako Maruki."

----------------------------
References
Kozawa, Setsuko. Genbaku no Zu Egakareta Kioku, Katarareta Kaiga. Tokyo: Iwanami Shoten, 2002.
Maruki, Iri. Ruruhenreki. Tokyo: Iwanami Shoten, 1988.
Maruki, Toshiko. Seiseiruten. Tokyo: Jitsugyo no Nihonsha, 1958.
Maruki, Toshi. Yurei: Genbaku no Zu Sekai Junrei. Tokyo: Asahi Shimbunsha, 1972.
Okamura, Yukinori. Genbaku no Zu Senryoka 100 mannin ga mita!. Tokyo: Shinjuku Shobō, 2015.
Okamura, Yukinori. The Hiroshima Panels Visualize Violence: Imagination over Life, Journal for Peace and Nuclear Disarmament Volume. 2. Nagasaki: The Research Center for Nuclear Weapons Abolition, Nagasaki University (RECNA), 2019.

Besucher gesamt: 380.202