Willkommen auf der Seite der "Textinitiative Fukushima"
Die Seiten der Textinitiative Fukushima werden derzeit von der Japanologie der Goethe-Universität betrieben. Gegenwärtiges Anliegen von TIF ist die zeitgeschichtliche Dokumentation. Das Forum dient nun in erster Linie als Archiv für Informationen zu 3/11 sowie allgemein zur Geschichte des Atomaren. Die Suchfunktion ermöglicht Recherchen zu Stichworten, Inhalten und Akteuren.
| Medieninformation des Bundesamtes für Strahlenschutz | 06.02.2026 |
"Am 26. April 2026 jährt sich der Reaktorunfall von Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) zum 40. Mal. Der Unfall ist bis heute das schwerste Unglück in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Auch das zweitschwerste Reaktorunglück der Geschichte, die Havarie des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, jährt sich in Kürze. Dieser Unfall in Japan wurde vor 15 Jahren, am 11. März 2011, von einem verheerenden Tsunami ausgelöst. Als demokratischer Staat hat Deutschland aus den Unglücken der Vergangenheit gelernt und ist heute deutlich besser vorbereitet als in der Vergangenheit. Nuklearer Notfallschutz wird nicht dadurch obsolet, dass in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr am Netz sind. Kernkraftwerke in den Nachbarländern, neue technische Entwicklungen wie etwa Small Modular Reactors (SMRs) sowie die veränderte geopolitische Weltlage u.a. infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erfordern auch hierzulande weiterhin hohe Expertise, um in Notfällen handlungsfähig zu sein. Bürger und Bürgerinnen erwarten transparente Informationen und sollten grundlegende Maßnahmen zum Selbstschutz kennen." (BfS Februar 2026) Link: https://www.bfs.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfS/DE/2026/0205-tschornobyl.html |
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| Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa partiell in Betrieb | 28.01.2026 |
"Ryusuke Yoshida ist stinksauer. "Die Wiederaufnahme des Betriebs unter Missachtung der Meinung der Anwohner ist einfach unverschämt, es macht mich wütend", kritisiert er. Zwei Kilometer an der Küste entlang sind es von seinem Zuhause hier am Japanischen Meer bis hin zum größten Atomkraftwerk der Welt. Und das geht jetzt wieder ans Netz. Japans Regierungschefin Sanae Takaichi steht zu der Entscheidung: "Die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa ist von großer Bedeutung, um die Anfälligkeit der Stromversorgung in Ost-Japan zu beseitigen, die Strompreise zu drücken und eine dekarbonisierte Stromerzeugung zu gewährleisten."" (Thorsten Iffland, ARD Tokio, 21.1. 2026) Links: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/japan-energie-akw-100.html |
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| Neustart von weltgrößtem Reaktor in Fukushima läuft | 22.01.2026 |
"Tokyo Electric Power Co (TEPCO) said on Wednesday it was “proceeding with preparations” to resume operations at the Kashiwazaki-Kariwa plant in Niigata prefecture, with a restart planned for 7pm local time (10:00 GMT). The move, however, continues to face scrutiny amid lingering safety concerns." (HICGI NEWS AGENCY, 21. Januar 2026) Links: https://hicginewsagency.com/2026/01/21/japan-to-restart-worlds-largest-nuclear-plant-after-15-years/ |
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| Januar 2026: Fukushimas Gouverneur Uchibori Masao auf Besuch in NRW | 16.01.2026 |
"Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Donnerstag, 15. Januar 2026, den Gouverneur der japanischen Präfektur Fukushima Masao Uchibori in der Staatskanzlei in Düsseldorf empfangen. Der Minister für Internationales und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski hat ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen. Anlass war die am Nachmittag stattfindende Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit in den Bereichen Medizintechnik, Erneuerbare Energien und Wasserstoff mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Fukushima wurde 2014 vereinbart und ist seitdem mehrmals verlängert worden." (15. Januar 2026 / Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen) Link: https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerpraesident-empfaengt-gouverneur |
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| ARTE Reportage: Giftwasser aus Fukushima (November 2025) | 13.01.2026 |
"Einen Tag lang war im Juli dieses Jahrs Tsunami-Alarm in Japan – das reichte, um das Trauma des 11. März 2011 wieder aufleben zu lassen, die Angst vor einem neuen GAU im Kraftwerk Fukushima Daichi. 2011 ließ ein Tsunami drei Reaktoren im Kraftwerk Fukushima explodieren. Nach Tschernobyl war dies der zweitgrößte nukleare Unfall. "In Fukushima lagern bis heute noch Hunderte Tonnen radioaktiver Trümmer von 2011. Wie sieht diese Region fünfzehn Jahre später aus? Ist es heute möglich, dort zu leben und unter welchen Bedingungen? Cécile Asunama Brice, Soziologin und Forscherin am CNRS in Japan, nahm unser Team mit auf die Straße 114, die wegen der Verstrahlung lange Zeit gesperrt war. An dieser Straße liegen verlassene Dörfer, tausende Säcke mit kontaminierter Erde lagern dort, sie führt vorbei an Wäldern, deren Böden noch für Jahrhunderte Radionuklide wie Cäsium 137 enthalten werden. Sie trafen dort Menschen, die seit dem GAU gegen die Desinformation durch die Regierung kämpfen. Die Reise endet am Pazifischen Ozean in der Nähe des Kraftwerks Fukushima Daichi. Dort leeren sie die alten Tanks mit dem radioaktiv verstrahlten Kühlwasser der Reaktoren in den Ozean, gegen den Widerstand von Fischern und Nachbarländern. Über 880 Tonnen radioaktiver Trümmer liegen noch immer in den beschädigten Reaktoren. Sie sind ein reales Risiko für die Region, denn der Rückbau des Kraftwerks kann über 40 Jahre dauern." 26 Min., verfügbar bis zum 18/06/2028 Sendung vom 05/11/2025 Link: https://www.arte.tv/de/videos/123322-000-A/japan-giftwasser-aus-fukushima/ |
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